Lokalsport Mannheim

Fußball-Kreisklasse A I TSV Neckarau hadert mit Punktverlusten

Bedingte Zufriedenheit

MANNHEIM.Rechnet man die drei Punkte ein, die dem TSV Neckarau nach der Spielabsage des FK Bosna Mannheim am vergangenen Wochenende in der Fußball-Kreisklasse A I voraussichtlich noch zugeschrieben werden, steht der Club vom Kiesteichweg auf Rang vier. Der Rückstand auf Platz eins ist durch das Unentschieden des Spitzenreiters KSC Schwetzingen gegen TSG Rheinau auf nur noch zwei Punkte geschrumpft. Dennoch steht unterm Strich beim Vorjahresdritten eine Bilanz, die nicht vollkommen von Zufriedenheit geprägt ist.

„Wir haben insgesamt mehr Punkte liegengelassen als erwartet. Insbesondere die Auftaktniederlage gegen den FV Brühl II hat wehgetan“, resümiert TSV-Trainer Matthias Starke mit Blick auf das 1:2. „Allerdings haben wir schon gegen Mannschaften gespielt, gegen die man auch mal Punkte abgeben kann. Insgesamt stehen wir oben mit drin und das ist das, was wir wollten.“

Eklatante Heimschwäche

Positiv verlief im Sommer der Übergang auf dem Trainerstuhl von Pasquale Pilato zu Starke. Team und Trainer kannten sich bereits über mehrere Jahre, so dass eine Eingewöhnungszeit wegfiel und man sich gezielt an die Findung einer Stammformation machen konnte. Auffällig und eklatant ist beim TSV Neckarau im bisherigen Saisonverlauf die Diskrepanz der Ausbeute bei Heim- und Auswärtsspielen. Während Neckarau zu Hause in vier Spielen erst vier Punkte ergattert hat, steht man in der Auswärtstabelle ohne Punktverlust auf Rang eins. „Daraus lässt sich nichts ableiten. Wir haben es unglücklicherweise immer geschafft, zu Hause eine schlechtere Leistung abzurufen. Wobei die bisherigen Gegner bei Heimspielen eher von einem anderen Kaliber waren als bei den Auswärtsspielen“, versucht sich Starke an einer Erklärung.

Fakt ist jedoch, dass seine Mannschaft trotz teilweise überzeugender Siege auch immer für ein Gegentor gut ist. „Das ist etwas, was mich sehr wurmt – und die Jungs wissen das“, sagt Starke. „Die Abwehrarbeit fängt bekanntlich vorne an, aber durch individuelle Fehler laden wir immer auch zu einem Gegentor ein.“

Dies will er – auch wenn sein Team trotzdem die zweitbeste Defensive der Liga stellt – im Hinblick auf die nächste Partie gegen die SG Oftersheim, die er mit Rang elf derzeit unter Wert platziert sieht, abstellen.

Zum Thema