Lokalsport Mannheim

Golf GC Mannheim-Viernheim landet auf Rang vier

Bei Ted Long überwiegt die Freude

Alveslohe.Der GC Mannheim-Viernheim ist entthront. Nach dem Titelgewinn in der Golf-Bundesliga im vergangenen Jahr musste sich die Mannschaft von Trainer Ted Long auf dem Gut Kaden bei Hamburg diesmal mit dem undankbaren vierten Platz zufriedengeben. Für den Coach war dies aber kein Problem, er war stolz auf sein junges Team. Der 15-jährige Paul Ulmrich, Wolfgang Glawe (16) und Max Mayridl (16) überzeugten auf ganzer Linie.

Obwohl der Titelverteidiger eine gute Leistung zeigte, blieb der Beigeschmack, dass in Alveslohe etwas mehr drin war. Sowohl im Halbfinale gegen den GC Hubbelrath als auch im Spiel um den dritten Platz gegen den GC Hösel verspielte Mannheim-Viernheim eine Führung. „Das Duell gegen Hubbelrath war auf höchstem Niveau“, sagte Long nach der Partie, in der sein Team einen 3:1-Vorsprung nach den Vierern nicht ins Ziel retten konnte und noch knapp mit 5,5:6,5 unterlag. „Auf unsere jungen Leute bin ich sehr stolz. Wie sie sich unter Druck verkauft haben – das ist ein Traum für einen Trainer.“

Niederlage im Stechen

Nachdem feststand, dass es einen neuen Meister geben würde, verpasste Mannheim-Viernheim auch einen Medaillengewinn. Erneut gab der Titelverteidiger eine Führung aus den Händen, diesmal wurde das Spiel sogar zu einem echten Krimi. Beim Stand von 6:6 gab es Nachschlag, im Stechen behielt Hösel mit 2:1 die Oberhand.

Der Meisterpokal landete in den Händen des GC Solitude. Die Stuttgarter setzten sich im Finale mit 8:4 gegen Hubbelrath durch und holten damit den zweiten DM-Titel nach 2002. Stuttgarts Trainer Peter Wolfenstetter war im Moment des großen Triumphs sichtlich gerührt: „Für mein Team ist das eine geile Nummer. Diese Saison hätte es nicht besser laufen können. Dieser Meistertitel macht mir richtig Freude, weil wir versucht haben, es mit System durchzuziehen und es hat uns alles in die Karten gespielt.“

Bei den Frauen jubelte am Ende der GC St. Leon-Rot. Der Weg zum Titel glich einer Machtdemonstration, im Finale hatte der Frankfurter GC nicht den Hauch einer Chance. Nachdem St. Leon-Rot bereits in den Vierern seine Klasse gezeigt hatte, legte es in den Einzeln nach und durfte nach einem der kürzesten Finals der Bundesliga-Geschichte den Meisterpokal in Empfang nehmen. Bronze ging an Hamburg. red

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