Lokalsport Mannheim

Ringen Reilingen/Hockenheim startet in der Südwest-Gruppe

Bundesliga als letzte Bastion

Archivartikel

Reilingen.Nach einer langen Phase kontroverser Diskussionen und Unsicherheit wird – wenn auch mit zeitlicher Verzögerung und deutlich weniger teilnehmenden Mannschaften – die diesjährige Bundesliga-Saison der Ringer starten. Ab dem 3. Oktober werden bis Anfang Dezember 17 Teams in drei Gruppen um die Endrundenteilnahme und anschließend um den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters kämpfen. Neun zu Beginn des Jahres gemeldete Vereine haben ihre Teilnahme inzwischen aus unterschiedlichen Erwägungen zurückgezogen.

Der Deutsche Ringer Bund (DRB) hat ein strenges Hygienekonzept vorgegeben, zudem unterliegen die Zuschauerzahlen einer Beschränkung gemäß den jeweils geltenden örtlichen Vorgaben. Nachdem alle Landesverbände ihre regulären Verbandsrunden abgesagt haben und nur partiell Ersatzveranstaltungen durchgeführt werden, ist die Bundesliga als Fels in der Brandung übrig geblieben, um den Spitzenathleten nach der Verlegung der Olympischen Spiele und dem Ausfall aller sonstigen Meisterschaften sportliche Betätigung zu ermöglichen.

In der Südwest-Gruppe trifft die RKG Reilingen/Hockenheim auf den ASV Hüttigweiler, den ASV Urloffen, den KSV Riegelsberg, den KSV Köllerbach und die RKG Freiburg 2000. Der DRB modifizierte die Wechselregularien und ermöglichte auch den temporären Einsatz von Leihringern, da damit zu rechnen sein kann, dass Top-Ringer aus Osteuropa oder Staaten der ehemaligen Sowjetunion pandemiebedingt keine Ausreisemöglichkeiten erhalten.

Mittelfeldplatz das Ziel

Die RKG Reilingen/Hockenheim stellt sich der großen Herausforderung. Das Team von Trainer Wolfgang Laier hat sich trotz vieler Einschränkungen gut vorbereitet und konnte im Kern den Kader des Vorjahres zusammenhalten. Den vier Abgängen Marc Bonert, Daniel Layer, Mihail Georgiev und Zviad Metreveli stehen mit Fabian Fritz (Red Devils Heilbronn), Tamirlan Bicekuev (ASV Ladenburg), Asghar Laghari (AC Mülheim), Joshua Morodion (SC Luckenwalde) und Kristian Gazdag (Serbien) fünf leistungsstarke Neuverpflichtungen gegenüber.

Reilingens sportlicher Leiter Heiko Schweikert sieht sein Team mit guten Chancen auf einen Mittelfeldplatz in der Südwestgruppe, wo der KSV Köllerbach klar favorisiert wird und Urloffen sowie Freiburg Endrundenambitionen haben dürften. In puncto Meisterschaft wird Titelverteidiger Burghausen zuerst genannt, aber auch Köllerbach, das gut verstärkte Schorndorf und der hessische Vertreter Kleinostheim wollen hier eine gewichtige Rolle spielen.

Die Kampfgemeinschaft Reilingen/Hockenheim freut sich auf seine fünf Heimkämpfe in der Reilinger Fritz-Mannherz-Halle vor maximal 400 Zuschauern und hofft dabei auf ein jeweils „volles Haus“. 

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