Lokalsport Mannheim

Basketball Ägypten belegt beim AST den elften Platz

Center-Talent als Hoffnungsträger

MANNHEIM.Fünf Vorrundenspiele, fünf Niederlagen – die U-18-Basketballer aus Ägypten haben beim Albert-Schweitzer-Turnier (AST) sehr viel Lehrgeld gezahlt. Die Nordostafrikaner gehören zu den Exoten bei der inoffiziellen Junioren-WM. In ihrem letzten Gruppenspiel durften die Ägypter für kurze Zeit von einem Sieg träumen. Gegen die bis dato ebenfalls noch erfolglosen Chinesen lag das Team von Trainer Ahmed Marei nach einem ganz starken dritten Viertel mit 70:63 vorne. Doch im letzten Spielabschnitt ging den jungen „Pharaonen“ dann die Luft aus. China gewann mit 88:81.

Auch wenn es sportlich nicht zu einer vorderen Platzierung reichte. Die Ägypter haben einige Talente im Kader, auf die die Scouts großer Basketball-Clubs schon im Vorfeld des Turniers aufmerksam wurden. Zum Beispiel: Ahmed Ibrahim Mohamed. Was den 18-Jährigen so interessant macht, ist seine Größe. Mohamed ist nämlich 2,09 Meter groß. Ein typischer Centerspieler eben. Hochgewachsene Basketballer waren in der Vergangenheit bei Ägypten Mangelware. Im Turnier zeigte Mohamed seine Stärken: Er war bei den Blocks einer der stärksten Spieler unter den Körben. Gegen China jedoch nicht, weil er angeblich angeschlagen war.

Mohamed ist eins von drei Talenten des ägyptischen Clubs Sporting Alexandria. Der Verein aus dem Norden des Landes dominierte die reguläre Saison der nationalen Liga. 2022 könnte der Center beim NBA-Draft zur NBA zugelassen werden. Experten sehen für ihn gute Chancen.

Die beiden anderen wichtigen Basketballclubs in Ägypten sind der aktuelle Meister Al Ahly und Zamalek. Auch von diesen Klubs sind Spieler beim AST vertreten. Zum Beispiel Guard Omar Tarek Samir, der bei Al Ahly spielt und in der Gruppenphase in Viernheim mit durchschnittlich 13 Punkten pro Partie bester Werfer der Nordostafrikaner war.

Auch wenn der Abstand zu den europäischen Nationen noch groß ist. In Afrika gehören die Ägypter zu den dominierenden Ländern im Jugendbasketball. Sowohl die U-16- als auch die U-18-Jungen sind amtierende Vizemeister in Afrika. „In diesen Turnieren entwickeln sich die jungen Spieler weiter. Das ist das Wichtigste“, findet Coach Marei, der natürlich gegen China gerne gewonnen hätte. Aber solche bitteren Niederlage gehörten zum Lernprozess.

Erster Sieg gegen Japan

Gestern war es dann tatsächlich so weit: Die Ägypter schlugen in Viernheim im Spiel um Platz elf Japan mit 67:61. Vor dem Schlussviertel lagen sie noch 41:51 zurück. Ibrahim Hesham war mit 15 Punkten Topscorer. Ägyptens AST-Bilanz 2018 lautet also: Sechs Spiele, ein Sieg – und nur allein der zählt. bol

Info: Dossier unter morgenweb.de/ast