Lokalsport Mannheim

Judo Heidelberg/Mannheim weiter Bundesliga-Vorletzter

Chancen klar gesunken

Archivartikel

Eppelheim.War’s das schon in der ersten Bundesliga? Wird es beim einjährigen Gastspiel der Judofighters Rhein-Neckar im Oberhaus bleiben? Die Chancen auf den Klassenerhalt sind nach der erneuten Niederlage gegen den JC Rüsselsheim jedenfalls weiter gesunken. Das Judoteam Heidelberg/Mannheim schlug sich gegen den nun Tabellenvierten mit 5:9 zwar tapfer, aber das Ergebnis reichte nicht, um sich vom vorletzten Tabellenplatz zu lösen.

Nach fünf Kämpfen schien noch alles möglich, denn Jannis Hill (-90 kg), Markus Eisenmann (+100) und Finn Seeger (-81) hatten die beiden Auftaktniederlagen von Jonas Mollet (-66) und Pascal Bruckmann (-73) in eine 3:2-Führung verwandelt. Dann folgte eine Serie von sechs Pleiten, der Rückstand von 3:8 war nicht mehr aufzuholen, die Siege von Seeger und Tobias Diehl (-100) immerhin gut für die Moral.

„Es wird wohl nicht reichen“

„Man hat gegen Rüsselsheim deutlich gesehen, dass in der ersten Bundesliga die vier Ausländer, die in den beiden Durchgängen möglich sind, den entscheidenden Unterschied machen. Wir wissen das, ändern dennoch nichts an unserer Philosophie, nur mit regionalen Kräften anzutreten“, bleibt Trainerin Carmen Bruckmann stolz auf ihr Team. „Man hat die hohe Motivation und die starke emotionale Verbundenheit gespürt und gesehen, wie jeder für die Mannschaft alles gibt, auf der Matte und am Rand. Auch wenn wir verloren haben und wahrscheinlich den Klassenerhalt nicht schaffen werden, war das ein positiver Tag, weil jeder alles gegeben hat.“

Ihr Kollege Stefan Saueressig zieht ebenfalls Positives aus der Niederlage. „Es war ein bitterer Moment, als klar war, dass wir den Kampf verlieren. Wir sind dran, doch dieses Jahr wird es wohl nicht reichen, weiter ganz oben mitzukämpfen. Aber wir haben uns wieder teuer verkauft. Wenn es mit dem, was wir haben, nicht reicht, dann müssen wir das akzeptieren“, sagte Saueressig. „Wir verlieren nicht, wir gewinnen an Erfahrung und haben unseren Spaß.“