Lokalsport Mannheim

Fußball-Relegation FVH kassiert 0:3 gegen FC Freiburg

„Chancen stehen 10:90“

Archivartikel

Heddesheim.Schon 15 Minuten vor Spielende verließen die ersten der 850 Zuschauer das Stadion in der Heddesheimer Ahornstraße. Sie hatten genug gesehen im ersten Aufstiegsspiel zur Fußball-Oberliga, das der FV Fortuna Heddesheim klar mit 0:3 (0:2) gegen den Freiburger FC verlor. Die Gastgeber waren völlig überfordert mit den spielerisch, kämpferisch und läuferisch stärkeren Breisgauern, die jetzt am Mittwoch mit Heimrecht im Rücken alles klar machen können.

„Unsere Chancen stehen vielleicht 10:90. Wir müssen sehen, wie schnell die Mannschaft das jetzt verdaut“, sagte FV-Trainer René Gölz geknickt. „Ich hatte gehofft, dass wir das Spiel länger offen halten, aber Freiburg mit seinem Durchschnittsalter von 21 Jahren hat einen anderen Fußball gespielt als wir. Die waren eine Klasse besser.“

In den Anfangsminuten sah es noch nicht nach der deutlichen Heddesheimer Unterlegenheit aus. Yannick Tewelde, einer der wenigen, dem gestern Normalform bescheinigt werden konnte, sorgte mit schnellem Antritt für Alarm und FFC-Keeper Tim Kodric musste sich nach einem Freistoß von John Malanga sehr strecken (6.). Dann aber verlor Malanga vor dem Strafraum den Ball an Freiburgs Torjäger Marco Senftleber und Daniel Tsiflidis musste gegen Mike Enderle und Senftleber im Nachschuss klären. Nach der anschließenden Ecke zog der unermüdlich rackernde Freiburger Kapitän Fabian Sutter einfach mal aus 18 Metern ab und der Ball landete in der 13. Minute noch abgefälscht zum 0:1 in den Heddesheimer Maschen.

Wenn die Fortuna mal einen Ball aufs Tor brachte, war es an Harmlosigkeit kaum zu überbieten, viele Freiburger Aktionen waren dagegen brandgefährlich. Christian Mühlbauer lief Konrad Faber auf der rechten Außenbahn immer wieder hinterher. Faber, dessen Talent nun der SC Freiburg künftig weiter fördern wird, vergab zwar in der 33. Minute, der Nachschuss von Antonio Martinelli brachte aber das längst verdiente 0:2. Einmal mehr Faber, mit einem Sololauf über das ganze Feld, bediente in der 63. Minute dann Marco Senftleber, der zum 0:3-Endstand vollendete. AT/ü