Lokalsport Mannheim

Turnen Altlußheimerin Elisabeth Seitz gewinnt WM-Qualifikationswettkampf in Worms

„Das hat Spaß gemacht“

Worms.Elisabeth Seitz kommt immer besser in Form und hat den zweiten Qualifikationswettkampf für die Turn-Weltmeisterschaften in Stuttgart für sich entschieden. Die 25 Jahre alte deutsche Rekordmeisterin aus Stuttgart setzte sich am Samstag in Worms im Rahmen eines Länderkampfes mit Belgien, Frankreich und einigen schwedischen Turnerinnen mit 54,60 Punkten vor der wieder genesenen Sophie Scheder (53,85 Punkte), Emelie Petz (53,60) und Schwebebalken-Weltmeisterin Pauline Schäfer (51,80) durch, die an ihrem Paradegerät patzte und absteigen musste. „Ich bin sehr happy, dass der Wettkampf so gut lief und ich hier ohne Fehler durchgeturnt habe. Das hat echt Spaß gemacht“, sagte Siegerin Seitz, die in Altlußheim aufwuchs.

Die routinierte Kim Bui verzichtete wegen muskulärer Probleme auf Boden und Sprung. Die Kölnerin Sarah Voss ließ nach ihrer Fußverletzung vorsichtshalber ihre Bodenübung aus, überzeugte aber wie schon vor fünf Wochen bei ihrem ersten deutschen Mehrkampf-Titel bei den Meisterschaften in Berlin an den übrigen drei Geräten, an denen sie starke 41,20 Zähler sammelte.

Fünf Tickets zu vergeben

„Es war eine tolle Leistung unseres gesamtes Teams, alle haben sich sehr reingehängt. Ich freue mich, dass Elisabeth Seitz so gut in Form ist und auch Sarah Voss und Sophie Scheder rechtzeitig wieder fit geworden sind. Der Wettkampf war eine weitere Steigerung im Vergleich zur ersten Qualifikation“, sagte DTB-Cheftrainerin Ulla Koch zufrieden. Ihr dürfte die Nominierung des deutschen Frauen-Turnteams für die Heim-WM vom 4. bis 13. Oktober in der Schleyer-Halle nicht leicht fallen, denn sie hat nur fünf WM-Tickets zu vergeben.

Nach den Eindrücken der beiden WM-Qualifikationswettkämpfe kommen dafür sechs Athletinnen infrage kommen. Zittern um ihren Platz im Spitzen-Quintett müssen wohl die 30 Jahre alte Bui und vielleicht sogar Schäfer, auch wenn sie an ihrem Paradegerät Schwebebalken bei der WM sicher Final- oder sogar Medaillenchancen hätte. Gesetzt dürften Seitz, Voss, Scheder (Chemnitz) und die erst 16-jährige Petz (Backnang) sein, die sich in der ersten Quali vor zwei Wochen in Stuttgart durchgesetzt hatte. Dort hatten Scheder und Voss wegen ihrer Blessuren gefehlt.

Die vor rund 1100 Zuschauern in Worms ebenfalls an den Start gegangenen Isabelle Stingl (49,60), Leah Grießer (48,85) und Lisa Zimmermann (48,50) dürften keine Chance auf einen Platz im deutschen Team besitzen, das in Worms die Team-Wertung vor Belgien und Frankreich gewann.

Seitz wurde beste Einzelturnerin im Vierkampf vor der Französin Aline Friess, Scheder und Petz.

Zum Thema