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Basketball Italiens U-18-Korbjäger zählen beim AST nach einer starken Vorrunde zu den Turnierfavoriten

„Das Lob der anderen ist eine große Ehre für uns“

Archivartikel

MANNHEIM.2014 holten sie sich den Sieg. Vor zwei Jahren gelang der dritte Platz. Und auch bei der 29. Auflage des Albert-Schweitzer-Turniers (AST) sind die italienischen U-18- Basketballer ganz vorne zu finden. Die Squadra Azzurra qualifizierte sich bereits am Mittwochnachmittag mit dem 68:65 im Spitzenspiel der Gruppe B gegen Russland für das Halbfinale. Das Team von Chefcoach Andrea Capobianco könnte eine ernsthafte Gefahr für die Mission Titelverteidigung der deutschen U-18-Korbjäger werden.

„Unser Ziel war es, so viele Spiele wie möglich zu gewinnen. Das haben wir geschafft. Ich bin stolz auf die Jungs“, sagt Capobianco, der sich nach dem knappen Sieg seiner Mannschaft gegen die starken Russen natürlich hochzufrieden zeigte. Erst am 26. März hatte der Coach seinen endgültigen Kader für das AST veröffentlicht. Die italienischen Talente hatten nur wenig Zeit, sich einzuspielen. Umso erstaunlicher ist es, dass sie in der Viernheimer Waldsporthalle von Beginn an so gut harmonierten.

Capobianco hat daran sicher einen großen Anteil. Er betont: „Wir wollen jede Partie mit viel Engagement spielen, müssen die Initiative übernehmen und diszipliniert sein. Und: Wir müssen unsere Schwachpunkte erkennen und versuchen, diese gegenüber dem Gegner zu verstecken.“

Viele Schwächen offenbarte das italienische U-18-Team in der Gruppenphase nicht. Auch wenn Capobianco nach dem Sieg gegen Russland befand: „Wir hatten im Angriff diesmal Probleme. Aber der Gegner hat es uns auch sehr schwer gemacht.“ Von den zwölf Spielern im italienischen Kader überzeugte im bisherigen Turnierverlauf vor allem Kapitän Matteo Lagana. Der 1,92 Meter groß 18-Jährige ist der Spielmacher der Azzurri. Sein Vater war in Italien Profi, absolvierte bis 1998 227 Spiele auf Erst- und Zweitliganiveau. Dem Sohnemann, der in Kalabrien aufgewachsen ist, und für die Mannschaft aus Orlandina/Messina spielt, wird eine große Karriere prophezeit.

Mehrere Offensiv-Optionen

Außerdem haben die Italiener mit den beiden jeweils 1,96 Meter großen Federico Miaschi (Venezia Mestre) und Mattia Palumbo (Blue Basket Treviglio) zwei Scorertypen, die bislang immer für 18 Punkte und mehr pro Partie gut waren. Hinzu kommt mit Flügelspieler Omar Dieng (2,01 Meter groß) von Scaligera Basket Verona noch ein sehr athletischer Spieler, der 19 Punkte zum Sieg über Russland beisteuerte.

„Die anderen Nationen haben uns für die Art gratuliert, mit der die Mannschaft in jedes Spiel gegangen ist. Unsere Spielweise kostet eben viel Schweiß. Das Lob der anderen ist eine große Ehre für uns“, macht Coach Capobianco klar und sagt: „Wir wollen an die letzten Erfolge der vergangenen Jahre hier in Deutschland bei diesem Turnier anknüpfen.“ Derzeit sieht es dafür auch wirklich sehr gut aus für die italienischen Talente. bol

Info: Dossier unter morgenweb.de/ast