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Fußball-Verbandsliga Fortuna Heddesheim setzt gegen Primus Walldorf II ein Zeichen und darf wieder von Platz zwei träumen

„Das war eine Gala-Vorstellung“

Archivartikel

Mannheim.Sie haben sich im Kampf um den Aufstieg wieder zurückgemeldet: Die Verbandsliga-Fußballer von Fortuna Heddesheim zeigten am vergangenen Sonntag beim 4:0-Heimerfolg gegen den Tabellenführer FC Astoria Walldorf II ein ganz starkes Spiel. „Das war eine echte Gala-Vorstellung von uns“, findet auch Oliver Malchow, der Kapitän des Tabellenvierten, der nur noch fünf Punkte Rückstand auf den Ligazweiten 1. FC Bruchsal aufweist. „Wir wussten, das wir eine Chance haben. Aber das es so gut über die 90 Minuten läuft, war doch ein wenig überraschend“, sagt Malchow und erklärt: „Unheimlich wichtig war schon das Last-Minute-Unentschieden ein Wochenende zuvor, als wir in Bruchsal nach einem 0:2 noch 2:2 gespielt haben. Nach dem Sieg gegen Walldorf II sind wir wieder dabei. Die Punkte auf Bruchsal aufzuholen, ist machbar.“

Der 29-Jährige spielt seine zweite Saison für Fortuna Heddesheim. In der Jugend bei der TSG Hoffenheim und beim SV Waldhof kam der Weinheimer nach den Stationen SVW, VfR Mannheim, SV Sandhausen II, TSG Weinheim und erneut VfR zur Mannschaft von Rene Gölz. In der vergangenen Saison scheiterte Malchow und die Fortuna nur knapp in den Aufstiegsspielen am Sprung in die Oberliga. Nun ein neuer Anlauf?

„Wir sind in die Saison gegangen, um oben mitzuspielen. Der Aufstieg ist kein Muss“, erklärt der Kapitän, der in der ersten Saisonhälfte wegen Verletzungen lange pausieren musste. Malchow war also gar nicht da, als Christian Emig das Traineramt von Dirk Jörns übernahm. „Ich habe unter Christian Emig kein Spiel gemacht, deshalb kann ich jetzt gar nicht viel dazu sagen, ob Interimscoach Rene Gölz was anders macht“, sagt Malchow. Gölz ersetzt derzeit den erkrankten Emig – wohl bis zu Saisonende. „Wir hatten eine Top-Vorbereitung, hatten zwar in der Phase von Januar bis März immer wieder Ausfälle, doch die Mannschaft ist voll motiviert“, sagt der Kapitän, der sowohl als Innenverteidiger als auch als Sechser wie zuletzt gegen Walldorf II spielen kann. „Wo ich eingesetzt werde, ist gleich. Ich fühle mich überall wohl“, erklärt Malchow.

„Ein ganz schweres Spiel“

Am Sonntag müssen die Heddesheimer auswärts um 15 Uhr beim Viertletzten VfR Gommersdorf ran. „Das ist eine weite Fahrt, ein schwieriger Platz. Auf dem Papier ist der VfR für uns machbar, doch ich erwarte ein ganz schweres Spiel. Zumal in dieser Liga immer jeder jeden schlagen kann“, erklärt Malchow, der aber auch klar macht: „Wir haben ein relativ gutes Restprogramm. Deshalb bin ich auch zuversichtlich, dass wir tatsächlich noch einmal oben angreifen können.“

Der auf der Welt für Unruhe sorgende Corona-Virus war übrigens in dieser Woche auch ein Thema bei der Fortuna. „Wir hatten eine Sitzung, in der wir darüber gesprochen haben“, berichtet Malchow. „Aber wir sind ja nicht die Bundesliga. Bei uns kommen noch keine tausende Menschen auf dem Platz. Aber klar ist auch: Wir werden dem Gegner erst einmal nicht die Hände schütteln. Das machen wir dann mit dem Ellenbogen.“

Bereits am Samstag, 15 Uhr, trifft der SV Waldhof II auswärts auf den Ligazweiten 1. FC Bruchsal. Der ehemalige Klub von Malchow könnte Heddesheim also Schützenhilfe leisten. Der VfR Mannheim trifft am Samstag, 15.30 Uhr, auswärts auf den ATSV Mutschelbach. Der VfB Gartenstadt , der mit sechs Punkten Rückstand auf Bruchsal noch im Kampf um Platz zwei bleiben will, muss am Sonntag, 15 Uhr, beim TSV Wieblingen ran.

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