Lokalsport Mannheim

Handball Eulen am Sonntag

"Den Gegner stressen"

LUDWIGSHAFEN.Handball-Bundesligaaufsteiger Eulen Ludwigshafen peilt am Sonntag, 12.30 Uhr, beim TVB Stuttgart seinen ersten Auswärtscoup in dieser Saison an. Am vergangenen Sonntag holte der Neuling mit dem Heimerfolg über den TBV Lemgo die ersten Punkte in dieser Spielzeit.

"Für uns ist das ein Bonusspiel. Stuttgart ist der Favorit. Wir wollen aber nur auf uns schauen. Unser Ziel ist es, uns von Spiel zu Spiel weiterzuentwickeln, die Gegner zu stressen", sagt Eulen-Coach Benjamin Matschke. Bei den Eulen fällt Dominik Schmidt wegen eines Muskelfaserrisses aus. Hinter dem Einsatz von Oliver Heß steht ein Fragezeichen. Der Rückraumspieler klagt über Rückenprobleme. Sein Ersatz ist Robin Egelhof. Der 19-Jährige, der wohl auch in Stuttgart in der Startelf des Aufsteigers stehen wird, erklärt: "Wir sind in Stuttgart klare Außenseiter, wollen aber bis zum Schluss kämpfen." Ludwigshafener Matchwinner in der vergangenen Woche beim ersten Saisonerfolg gegen Lemgo war Torhüter Kevin Klier. "In der Abwehr sind wir super gestanden. Auch in Stuttgart dürfte das ein Schlüssel sein", sagt der Keeper.

Egelhof nutzt seine Chance

Der TVB 1898 Stuttgart belegt mit 2:4 Punkten derzeit Rang 14 und liegt somit nur einen Platz vor den Eulen. Das Team von Trainer Markus Baur hat mit großen Verletzungsproblemen zu kämpfen. Die Leistungsträger Felix Lobedank und Djibril M'Bengue befinden sich in der Rehabilitation. Marian Orlowski fällt wegen eines Innenbandanrisses aus. Auch der Einsatz von Dominik Weiß ist wegen eines Hämatoms fraglich.

Mit diesen Personalien beschäftigt sich der Eulen-Trainer allerdings nicht. "Wir schauen in erster Linie auf uns." Die Weiterentwicklung von Spieltag zu Spieltag, das ist die Devise des engagierten A-Lizenz-Trainers. "Daran arbeiten wir täglich", versichert er. Dazu gehöre auch, die jungen Spieler an das Niveau der Bundesliga heranzuführen. Einer, der diese Chance derzeit nutzt, ist Robin Egelhof. Der 19 Jahre alte Linkshänder aus Stelzenberg in der Westpfalz kommt immer besser in Tritt. "Ich dachte, ich wachse Schritt zu Schritt heran. Ich habe keine Schmerzen mehr und ich freue mich über jede Spielminute", zeigte sich Egelhof überrascht über das Vertrauen des Trainers. Bereits in Magdeburg feierte er seine Bundesliga-Premiere mit drei Toren. bol/zg