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Fußball-Kreisliga RW Rheinau hat die richtige Balance zwischen Angriff und Abwehr gefunden / Am Sonntag im Derby gegen Lindenhof

Der logische Tabellenführer

Mannheim.Die beste Offensive, die wenigsten Gegentore, noch kein Spiel verloren – der SC Rot-Weiß Rheinau ist der logische Tabellenführer der Fußball-Kreisliga. Die Rheinauer haben zuletzt ihre Gegner reihenweise vom Platz gefegt. Nach einem 5:0 gegen Leutershausen (5:0) folgte das 8:0 über Reilingen. Seit dem 2:0 gegen Wallstadt steht der SC an der Tabellenspitze. „Wir sind sehr zufrieden, wie es bei uns läuft und wir stehen auch zurecht dort oben. Dieses Ergebnis haben wir uns hart erarbeitet, einen Höhenflug wird es bei uns aber nicht geben“, mahnt SC-Coach Ralf Eckl und versucht sein Team in jedem Training auf dem Boden zu halten: „Natürlich ist es ein tolles Gefühl, gegen Wallstadt gewonnen zu haben. Das ist eine Mannschaft, die in der Liga auch als Maßstab gilt. Ich weise aber in jeder Einheit daraufhin, dass wir noch nichts gewonnen haben.“

Meckel trifft nach Belieben

Die neue Offensiv-Power der Rheinauer ist ein wichtiger Baustein für den Erfolg. Dank starker Neuzugänge und dem Top-Torjäger Anthony Meckel (zehn Treffer) hat der SC in jedem Saisonspiel mindestens doppelt getroffen. Doch auch die enorme Sicherheit der Defensive bringt die Gegner immer wieder zur Verzweiflung. „Wir wollten in der Saison weniger Gegentore kassieren. Die Mannschaft hat verstanden, wie wichtig das Spiel gegen den Ball ist“, lobt der Trainer seine Jungs.

Den kommenden Gegner kennt der Erfolgscoach der Rheinauer natürlich bestens, Eckl trainierte jahrelang den MFC 08 Lindenhof. Am Sonntag kommt es zu einem Wiedersehen auf heimischem Platz. „Das ist so ein Spiel, das wir gewinnen müssen. Es wird allerdings nicht einfach, ich schätze Lindenhof so ein wie Ladenburg zum Beispiel, da haben wir leider nur 2:2 gespielt“, blickt der Trainer auf die nächste Partie.

Lindenhofs Trainer Olsi Sema sieht die Ausgangssituation für das Spiel naturgemäß anders, spricht sogar von einer 50-50–Partie. „Wir sind auch Favorit gegen Rheinau und wollen dieses Spiel unbedingt gewinnen“, erklärt der neue Mann an der MFC-Außenlinie. „Wir hatten in der bisherigen Saison einfach wenig Glück, da wären definitiv mehr Punkte drin gewesen. Mal ist es ein verschossener Elfmeter, mal ein Schuss gegen den Pfosten, wir könnten in der Liga auch viel weiter oben stehen“, hadert Sema mit der Tabellensituation. Unterm Strich haben die Lindenhöfer vier Siege und vier Niederlagen erlebt – Rang acht.

Doch der MFC spielt unter dem neuen Coach einen erfrischenden Fußball, bot auch den Topteams wie Viernheim (1:2) oder Wallstadt (3:4) richtig starke Gegenwehr. „Die Ansätze des neuen Trainers sind durchaus spürbar. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren spielen wir definitiv attraktiver, haben und wollen immer mehr Ballbesitz. Aktuell müssen wir noch mehr die jeweiligen Laufwege verinnerlichen, aber grundsätzlich sollten wir doch zufrieden sein“, sagt MFC-Kapitän Fabian Weiß.

Für den Spielmacher der Lindenhöfer ist die Partie gegen Rheinau eine besondere, nicht nur weil er dort auf seinen Ex-Coach trifft: „Gegen Rheinau fühlt es sich immer an wie ein Derby. Das ist eine Partie, da freust du dich als Spieler drauf. Dort jetzt noch zu treffen und vor allem Punkte mitzunehmen, wäre ein großartiges Gefühl.“

Vor allem ein Gefühl, dass es am Promenadenweg schon lange nicht mehr gab. Allein die beiden Partien gegen Rheinau in der vergangenen Saison wurden deutlich verloren.

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