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Basketball Zweitligist MLP Academics Heidelberg startet am Samstag in Ehingen in die neue Saison

Der Traum vom Aufstieg

Archivartikel

Heidelberg.Branislav Ignjatovic sieht die MLP Academics Heidelberg nach einer gelungenen Vorbereitung bereit für den Ligastart am Samstag (19 Uhr) in Ehingen. „Ich bin sehr zufrieden“, betont der Trainer der Heidelberger Zweitliga-Basketballer angesichts der geglückten Generalprobe gegen Pro-B-Ligist Elchingen (101:73). Der 52-Jährige, der seinen Vertrag im Mai bis 2022 verlängerte, verfügt in seinem sechsten Amtsjahr über einen starken Kader, bei dessen Zusammenstellung der Coach gemeinsam mit Manager Matthias Lautenschläger besonders darauf geachtet hat, die athletischen Schwächen aus der Vorsaison zu beheben.

Mit Adam Eberhard, Stephon Jelks, Grant Teichmann, Armin Trtovac und Zamal Nixon, der erst vor einer Woche zum Team stieß, kamen fünf neue Spieler, die dem Kader um Niklas Würzner, Shyron Ely, Philipp Heyden, Marc Lyanage und Sebastian Schmitt mehr Tiefe verleihen sollen. Diese Personalplanung untermauert die Ambitionen des Traditionsclubs, der nach dem Halbfinal-Aus in der vergangenen Spielzeit den nächsten Entwicklungsschritt anstrebt.

„Offensiv variabler“

Der Traum vom Bundesliga-Aufstieg lebt. Die Lizenz fürs Oberhaus wird Lautenschläger diesmal mit Blick auf die neue Arena, die im März/April des nächsten Jahres fertig sein soll, auf jeden Fall beantragen. Die Leistungsdichte der Spielklasse ist allerdings groß. „Fünf, sechs Teams sehe ich von der Papierform vor uns, wir haben jedoch auch eine sehr homogene Mannschaft, die gut funktioniert. Wir sind offensiv variabler und verfügen über starke Distanzschützen“, erläutert Lautenschläger, ehe er sich doch aus der Deckung wagt: „Wir wollen in unserer Entwicklung nie stehenbleiben. Unser Ziel ist es, ganz oben zu stehen, aber das wollen andere Teams auch.“ Zum Favoritenkreis zählt Lautenschläger, dessen Team zumindest die Heimspiele der regulären Saison noch in der Halle des Olympia-Stützpunktes im Neuenheimer Feld austragen wird, vor allem die Ex-Bundesligisten Gotha und Tübingen („Die wollen wieder hoch“) sowie Nürnberg, Chemnitz und Rostock. Der Manager will die Messlatte für sein neues Team nicht zu früh zu hoch legen. „Wenn man den Erfolg übertrifft, steigen die Erwartungen im Umfeld. Wir müssen die Leistungen allerdings realistisch einordnen. Mit Blick auf unser Budget haben wir deutlich überperformt “, sagt er über die erfolgreiche Spielzeit 2018/19 und ergänzt: „Wir sind darauf angewiesen, auf dem Transfermarkt kluge Schachzüge zu machen.“ Kapitän Phillipp Heyden und Spielmacher Niklas Würzner sollen weiter die Führungsrolle übernehmen. Doch auch vom 30-jährigen Nixon, der mit Hagen schon in der BBL aktiv war, schwärmt Trainer Ignjatovic in den höchsten Tönen: „Wir hoffen, dass er uns auch in engen Spielen mit seiner Erfahrung anführen kann und Verantwortung übernimmt.“

Kontinuierliche Steigerung

Ignatovic hat die Entwicklung des Zweitligisten maßgeblich vorangetrieben. In den vergangenen drei Spielzeiten führte er sein Team stets in die Play-offs. Bisheriger Höhepunkt war in diesem Frühjahr der Halbfinaleinzug nach dem Sieg im Viertelfinale gegen Ehingen Urspring. Doch der 52-Jährige will mehr. „Die Entwicklung in Heidelberg ist nicht am Ende. Ich habe das Gefühl, dass wir auf dem Weg in die richtige Richtung sind“, erklärte der Coach bereits bei seiner Vertragsverlängerung.

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