Lokalsport Mannheim

Handball, Dritte Liga Die Partie des TVG Großsachsen gegen die SG Leutershausen ist mehr als ganz normales Spiel

Derby elektrisiert die Bergstraße

Archivartikel

Großsachsen.Wenn am Samstag um 20 Uhr in der Sachsenhalle die beiden Handball-Teams des TVG Großsachsen und der SG Leutershausen in der Dritten Liga aufeinandertreffen, steht das sonstige Leben in Hirschberg mal wieder still. Blau-Gelb gegen Rot-Weiß – das sorgte in den vergangenen Jahren für kräftig Zündstoff und diese Partien waren immer heiß umkämpfte Duelle. So auch beim Spiel in der vergangenen Saison in der Sachsenhalle als der TVG seit Jahren endlich mal wieder mit 24:23 die Oberhand behielt und den Sieg entsprechend auskostete.

Für Frank Schmitt, den neuen Coach der SGL, ist es das erste Bergstraßen-Derby und auch er kommt an diesem Thema natürlich nicht vorbei. „Man merkt, wie gespannt die Leute sind – jeder redet nur noch von diesem Spiel“, sagt der 50-Jährige, der diesen Trubel von seiner vorherigen Wirkungsstätte Viernheim nicht kennt. „Die Halle wird platzen, wir müssen dabei einen kühlen Kopf bewahren“, so Schmitt.

SGL auf dem Papier der Favorit

Tabellenkonstellationen spielen bei diesem Duell zweier Clubs, deren Hallen nur zwei Kilometer Luftlinie trennen, meistens eine untergeordnete Rolle, denn bis auf wenige Ausnahmen waren die Spiele immer knapp und hart umkämpft. Geht man nach der momentanen Situation, scheint die SGL klarer Favorit. Leutershausen hat sich nach anfänglichen Schwierigkeiten zu Beginn der Saison gefunden, ließ mit zuletzt drei Siegen in Folge aufhorchen und steht mit 7:3-Punkten im gesicherten Mittelfeld mit Anschluss nach oben.

Beim TVG hingegen war am vergangenen Wochenende Durchatmen angesagt. Im fünften Spiel der Saison gelang endlich der erste Sieg – und das auch noch auswärts bei der MSG Groß-Bieberau/Modau. Doch SGL-Coach Schmitt bleibt vorsichtig: „Ich möchte nicht die Favoritenrolle annehmen. Es ist für uns ein schweres Auswärtsspiel. Großsachsen steht unter Druck und braucht dringend Punkte. Das ist ein 50:50-Spiel.“

Es verspricht also wieder einmal, eine enge Kiste zu werden, wenn die beiden Bergstraßenteams aufeinandertreffen. TVG-Trainer Stefan Pohl geht nach dem jüngsten Befreiungsschlag im Odenwald jedenfalls mit großem Optimismus in die Partie. „Wir wollen den zweiten Sieg und werden alles dafür tun. Mit Philipp Gunst haben wir jetzt noch eine Option mehr, um die Belastungen weiter zu verteilen“, sagt der Trainer der Germanen und spielt dabei auf die jüngste Neuverpflichtung an.

„Das wird eine ganz schwere Partie, aber jeder freut sich auf dieses Duell. Dafür spielen wir doch Handball, um solche Spiele vor vollem Haus auszutragen. Ich bin guter Dinge, dass wir den nächsten Derbysieg landen können“, sagt der Coach.

Wetzel erwartet Kampfspiel

Wie das aus Sicht der „Saasemer“ vonstattengehen könnte, darüber hat Mark Wetzel, der Sportliche Leiter der SG Leutershausen, eine klare Vorstellung. „Großsachsen wird über den Kampf ins Spiel kommen, das ist ihre Stärke. Sie werden Emotionen ins Spiel bringen“, ist sich Wetzel sicher. „Das wird eine enge Partie, die wohl erst in den letzten Minuten entschieden wird. Aber wir sind gut in Form, die Stimmung ist positiv. Man merkt, dass sich langsam eine gewisse Euphorie entwickelt“, blickt der SGL-Sportchef mit Vorfreude auf den Anpfiff. red