Lokalsport Mannheim

Lage der Liga Zum Favoritenkreis zählen mal wieder Offenbach, Elversberg und Saarbrücken / Einstige Bundesliga-Prominenz bei Aufsteiger Hessen Dreieich

Die üblichen Verdächtigen und große Namen

Archivartikel

MANNHEIM.Erstmals seit drei Jahren geht die Regionalliga Südwest wieder mit der Sollstärke von 18 Vereinen ins Rennen. Was hat sich sonst getan?

Favoriten

1. FC Saarbrücken: Nach dem verpassten Drittligaaufstieg in der Relegation gegen den TSV 1860 München steht der FCS in allen Prognosen wieder ganz oben. Zwar mussten die Saarländer mit Patrick Schmidt und Kevin Behrens ihre beiden Top-Torjäger ziehen lassen, konnten aber mit José Pierre Vunguidica (SV Sandhausen) und Marcel Carl (FC Astoria Walldorf) zwei nicht zu verachtende Nachfolger verpflichten. Ein leidiges Streitthema bleibt in Saarbrücken die Stadiondiskussion. Soeben hat der Baubeginn des Funktionsgebäudes begonnen, „bezugsbereit wird der Ludwigspark aber erst Anfang 2020 sein“, bestätigte FCS-Geschäftsführer David Fischer im Gespräch mit dieser Zeitung. So lange bleibt der Club im Exil in Völklingen.

SV 07 Elversberg: Nach einem Jahr Durststrecke möchte auch die SV 07 Elversberg wieder ein gewichtiges Wörtchen mitreden. 13 Neuzugänge, darunter mit Mohamed Alawie (FC Schalke 04 II) einen ehemaligen Torschützenkönig der Regionalliga, konnte Trainer Roland Seitz im Saarland begrüßen.

Kickers Offenbach: Der OFC startet einen Neuanlauf ohne Legende Oliver Reck. Daniel Steuernagel heißt der neue Trainer und ist ein weitgehend unbeschriebenes Blatt. Mit dem gerade erst abgewendeten Insolvenzverfahren im Nacken blieb man auf dem Transfermarkt zurückhaltend, konnte aber die Leistungsträger des Vorjahres halten.

FC 08 Homburg: Die Saarländer auf die Rolle des Aufsteigers zu reduzieren, wäre schlichtweg falsch. Mit 31 Siegen in 36 Spielen machte der Ex-Bundesligist einen veritablen Siegeszug durch die Oberliga. Auf dem Transfermarkt blieb man keineswegs bescheiden und schlug kräftig zu – mit dem FC Homburg wird zu rechnen sein.

Zu beachten

TSG Hoffenheim II: Wie in jedem Jahr muss man auch in dieser Spielzeit bei den Kraichgauern den Komplett-Umbruch abwarten. Ein Großteil der neuen Spieler kommt aus der A-Jugend, die im DM-Halbfinale stand. Zudem stoßen mit Thomas Gössweiner und Andreas Ludwig zwei Routiniers hinzu – ein gefährlicher Mix.

TSV Steinbach Haiger: Mit dem Stadtnamen Haiger in der Clubbezeichnung geht der TSV Steinbach ins Rennen. Die Transferbilanz liest sich nach einem weiteren Jahr im engeren Verfolgerfeld, doch ist dem solventen Hauptsponsor immer zuzutrauen, die Schatulle aufzumachen und nachzulegen.

Hessisches Projekt

SC Hessen Dreieich: Eine Abenteuertruppe aus Feierabendkickern oder ein von einem Mäzen getriebenes Projekt? Es dürfte eine Mischung aus beidem sein. Die Namen Rudi Bommer, Ralf Weber und Charly Körbel sprechen für den großen Fußball, der Spieleretat liegt mit etwa 500 000 Euro dagegen eher im unteren Segment. Der Hahn Air Sportpark des Aufsteigers wurde mit Hilfe der Sportpark-Betreibergesellschaft pünktlich zum Saisonstart regionalligatauglich gemacht. wy

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