Lokalsport Mannheim

Stark im Sport (104) Der 14-jährige Mannheimer träumt von einer großen Karriere im Ski Alpin / Zum Training in den Schwarzwald oder auf die großen Gletscher

Dominik Eigners Gespür für Schnee

Mannheim.Dominik Egner fiebert seit langem dem 2. Oktober entgegen. Denn am Mittwoch beginnt für den 14-jährigen Skiläufer das erste Trainingslager der Saison. Ab sofort wird er jedes zweite Wochenende auf einem Gletscher unterwegs sein, in Sölden, Hintertux oder im Kaunertal. Dominik wird jede Möglichkeit wahrnehmen, denn sein Wunschtraum ist das Ski-Internat in Oberstdorf oder Berchtesgaden. Da jedes Jahr nur eine Handvoll Jugendlicher aufgenommen werden, weiß er, wie schwer das wird. „Aber ich will die kleine Chance, die ich habe, auch nutzen. Letztes Jahr konnte ich schon einige Punkte sammeln“, sagt der Teenager aus Mannheim.

Beispielsweise bei den Regio-Meisterschaften, bei denen der Schwarzwaldmeister die Gesamtwertung gewann, oder auch beim Ziener-Cup, einer Wettkampfserie, in der er ebenfalls Bester in der Endabrechnung war.

Inzwischen gehört er zu den besten 60 deutschen Schülern. „Das ist für einen Flachländer ein tolle Sache, denn darunter sind auch alle, die die Berge vor der Haustür haben“, sagt sein Skiclub-Trainer Kurt Herschmann. Er fördert das Talent seit 2014. Dass in Dominik mehr steckt als nur ein Spaßfahrer, erkannten zuvor schon seine Eltern. Die entdeckten ihre Liebe zum Schnee durch Freunde, nahmen den Sohn schon kurz nach dessen Geburt das erste Mal in den Winterurlaub mit und stellten ihn mit drei Jahren auf die Skier. Jedes Jahr besuchte er fortan einen Skikurs und fand immer mehr Spaß am Sport. „Den Jungen muss man fördern“, hörte sein Vater immer wieder und informierte sich beim Deutschen Ski-Verband nach einem Verein in der Nähe Mannheims. Ein Umweg über Karlsruhe führte ihn 2014 zum Skiclub Mannheim. Das Training kostet viel Zeit, denn im Winter geht es mittwochs und freitags direkt nach der Schule auf die Piste am Seibelseckle im Schwarzwald. Am Wochenende ist es dort zu voll. Doch dann ist der Kader-Athlet im Trainingslager in schneesicheren Gebieten.

Im Sommer war er dreimal je vier Tage in Holland in einer Skihalle. „Dort habe ich mich enorm verbessert“, freut sich der Neuntklässler des Johanna-Geissmar-Gymnasiums auf die kommenden Rennen. Die sind derzeit noch auf die technischen Disziplinen Slalom und Riesenslalom beschränkt. „Speed wird in Deutschland frühestens ab 16 Jahren trainiert.“ Aber auch Super-G und Abfahrt könnten ihn reizen.

„Skifahren bietet so viele verschiedene Möglichkeiten. Was gibt es Besseres, als in den Bergen zu fahren und sich den Wind ins Gesicht blasen zu lassen.“ Wenn das nicht möglich ist, geht Dominik seiner zweiten Leidenschaft nach: dem Fußball. Beim SC Blumenau hat der Innenverteidiger einen Stammplatz in der B-Jugend.

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