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Leichtathletik Bei der Staffel-Weltmeisterschaft holen beide deutsche Quartetts Bronze / Fünf Sprinter der MTG Mannheim am Start

Domogala untermauert in Japan seine Top-Form

Yokohama/Mannheim.Die Staffel-WM im japanischen Yokohama mit dem vorgeschalteten Trainingslager auf Okinawa war nicht nur ein Erfolg für die deutsche Nationalmannschaft, sondern auch für die MTG Mannheim. Mit Patrick Domogala, Jessica-Bianca Wessolly, Nadine Gonska, Hannah Mergenthaler und der bei der MTG trainierenden Lisa Mayer (Sprintteam Wetzlar) waren alle Nationalkader-Mitglieder aus dem Sprintbereich nominiert worden. Alle Leichtathleten kamen zum Einsatz, Domogala und Mayer waren an den beiden Bronzemedaillen des DLV beteiligt, Gonska und Mayer zudem an der direkten Qualifikation für die WM im Oktober in Doha.

Zweimal bewies Patrick Domogala seine herausragende Form. Der deutsche Hallenmeister über 200 Meter trug entscheidend zu Bronze mit deutschem Rekord (1:21,26 min) für die in Doha aber nicht auf dem Programm stehenden 4 x 200 Meter bei. Auch über die 4 x 100 Meter brachte er, so MTG-Leistungssportchef Rüdiger Harksen, „seine gute Verfassung voll auf die Bahn.“ Dass das Quartett (38,91 sec) es nicht in die Top Ten schaffte, sieht Harksen „angesichts der enormen Leistungsdichte nicht als Scheitern. Es bleibt die Chance über die Weltrangliste.“

Lisa Mayer im Endlauf geschont

An der zweiten DLV-Medaille hatte Lisa Mayer großen Anteil. Nach langer Verletzungspause verhalf sie im Vorlauf über 4 x 100 Meter ihrem Team zu Rang zwei (43,03 sec), ins Finale und damit auch schon zum Ticket für Doha. Im Endlauf (43,68 sec) wurde sie geschont, für sie war die ehemalige Mannheimerin Alexandra Burghardt am Start.

Einen Achtungserfolg gab es mit Platz fünf für das 4 x 200-Meter-Quartett der Frauen (1:34,92 min). Mit dabei war Jessica-Bianca Wessolly, die deutsche 200-Meter-Meisterin der Frauen und U 23. „Alle vier Mädels gehören noch zur U 23“, zollte Harksen der Leistung Respekt. In Doha steht diese Disziplin nicht auf dem Programm. Wohl aber das neue Angebot über 4 x 400-Meter für ein Mixed-Team. Um die WM sofort klar zu machen, bauten die DLV-Verantwortlichen im Vorlauf auf ihre jeweils zwei besten Männer und Frauen, darunter auch die deutsche Meisterin Nadine Gonska. Die 29-Jährige trotzte im Vorlauf den Nachwirkungen einer fiebrigen Erkältung und führte das Quartett zu einem sicheren fünften Rang (3:16,85 min.). „Alle haben einen guten Job gemacht, Nadine bot eine starke Vorstellung, obwohl sie noch nicht bei hundert Prozent war“, lobte Harksen.

Weil das WM-Ziel erreicht war und eine Medaille kaum möglich schien, wurde das Mixed-Team im Finale auf allen Positionen umbesetzt (7./3:22,26 min). Für die 4 x 400 Meter brachte das aber nicht den gewünschten Effekt, denn Männer und Frauen schrammten am A-Finale vorbei und schafften es auch im B-Finale nicht auf einen, für die WM notwendigen ersten beiden Plätze. Die Frauen – ohne Gonska, dafür aber mit Hannah Mergenthaler – hatten jedoch Pech, denn sie verpatzten den letzten Wechsel und verpassten so Rang zwei um 17 Hundertstel (3:31,89 min). „Die WM sollte aber machbar sein“, ist Harksen überzeugt.

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