Lokalsport Mannheim

Handball-Badenliga, Männer Trainer des TV Friedrichsfeld erwartet gegen St. Leon/Reilingen hohes Tempo

Dubois setzt auf Geschlossenheit

Archivartikel

Mannheim.Ihre zuletzt gute Form wollen die Badenliga-Handballer des TV Friedrichsfeld auch am Sonntag bei ihrem Gastspiel bei der HSG St. Leon/Reilingen unter Beweis stellen. Mit 6:4 Punkten und dem jüngsten 31:23-Derbysieg gegen Plankstadt im Rücken, soll jetzt der erste Auswärtssieg eingefahren werden. „Wir fahren mit viel Selbstvertrauen da hin“, erklärt TVF-Trainer Marco Dubois.

Allerdings plagte sich ausgerechnet der Coach selbst unter der Woche mit einer Grippe herum. Dafür hatte er viel Zeit, sich dem Videostudium des nächsten Gegners zu widmen und wird nun seine Mannschaft entsprechend einzustellen wissen. „Wir werden es mit einem Gegner zu tun bekommen, der versuchen wird, uns müde zu laufen. St. Leon geht hohes Tempo und da müssen wir auf der Hut sein“, hat auch Sprecher Florian Kuhn beobachtet, dass die HSG immer wieder über die erste und zweite Welle des Gegenstoßes viel Druck macht.

Einen individuell überragenden Spieler haben die Gastgeber indes nicht. „Sie kommen eindeutig über die mannschaftliche Geschlossenheit“, so Kuhn. Doch dies ist auch eine Stärke der Friedrichsfelder, wie sich am vergangenen Wochenende gegen Plankstadt gezeigt hat. Mit einer starken Deckung, in der jeder für jeden gekämpft hat, wusste der TVF zu überzeugen und genau da wollen die Spieler anknüpfen. „In St. Leon erwartet uns sicherlich keine leichte Aufgabe, aber sie ist machbar, wenn wir unsere Leistung wieder abrufen können“, erklärt Kuhn.

Dagegen haben aber natürlich die Gastgeber etwas, die nach drei Niederlagen in Folge wieder in die Erfolgsspur zurückfinden wollen: „Dies ist ein richtungsweisendes Spiel für uns“, betont HSG-Trainer Jonathan Winter. „Unser Teamgeist und unsere Kompaktheit müssen zum Tragen kommen“, nimmt der Coach – einer von drei verantwortlichen Übungsleitern zusammen mit Marc Schmidt und Eberhard Hähnel – die Mannschaft in die Pflicht. Die Trainerposition ist sicherlich eine Besonderheit St. Leons in diesem Jahr: Mitten in der Vorbereitung hörte der bisherige Coach Christopher Körner auf, das Team nahm dies zum Anlass, zusammenzurücken und hat schon überzeugende Auftritte abgeliefert. Für die Friedrichsfelder spricht indes, dass sie bis auf Tobias Seel, der noch an seinem Nasenbeinbruch laboriert, alle Spieler an Bord haben.

SGH braucht volle Akkus

Auf der Hut sein muss die SG Heddesheim, die am Samstag (19.30 Uhr) die HG Oftersheim/Schwetzingen II zu Gast hat. Zwar belegen die Heddesheimer mit 8:2 Punkten den ersten Rang und Oftersheim ist nur Zwölfter. Aber nach wie vor sind einige Leistungsträger im SGH-Lager angeschlagen, Spielertrainer Martin Doll fällt ohnehin mit seiner Knieverletzung aus. Entsprechend rechnet Thomas Schmid von der Sportlichen Leitung der Heddesheimer erneut damit, dass die Kraft ein entscheidender Faktor sein wird: „Gegen Viernheim haben wir mit einer Energieleistung die Punkte geholt. Jetzt dürfen wir nicht nachlassen. Auch wenn es sehr schwer wird, zu Hause wollen wir natürlich gewinnen.“ Oftersheim spielt einen schnellen Ball und ist sehr konterstark, entsprechend muss die SGH ein konsequentes Rückzugsverhalten an den Tag legen, um die HG in den Positionsangriff zu zwingen.

Gar nicht zufrieden ist man derzeit beim TSV Amicitia Viernheim, der am Samstag um 20 Uhr bei der SG Pforzheim/Eutingen II ran muss. „Im Derby gegen Heddesheim haben wir vieles vermissen lassen“, bemängelte Trainer Christian Müller und erwartet eine Reaktion seiner Mannschaft. Gleichzeitig will er aber den Saisonstart mit 2:6 Punkten nicht überbewerten: „Ich bin hier neu als Trainer, dazu kommen sieben neue Spieler. Das muss erstmal zusammenwachsen. Natürlich hatten wir in der Vorbereitung Auftritte, die so gut waren, dass man im Umfeld schon höhere Ziele ins Auge gefasst hat. Aber wir müssen auf dem Boden bleiben.“ Die Pforzheimer belegen mit 5:5 Punkten Rang sieben und werden in eigener Halle wohl wieder mit Verstärkung aus der ersten Mannschaft aufwarten können, was die Aufgabe für Viernheim noch einmal schwerer gestaltet.

Die SG Leutershausen II empfängt am Sonntag um 18 Uhr die TSG Wiesloch und damit einen direkten Tabellennachbarn. Der Aufsteiger ist – trotz der jüngsten 19:24-Niederlage in Heidelsheim – mit 4:6 Punkten gut in die Runde gestartet, Wiesloch hat 4:4 Zähler auf dem Konto. Mit einem Sieg könnte das Team von SGL-Trainer Roger Grössl sich weiter in Richtung sicherem Mittelfeld vorschieben. 

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