Lokalsport Mannheim

Fußball-Relegation Nach dem 2:1 gegen den SV Rohrhof steigt der A-Liga-Vizemeister in die Mannheimer Kreisliga auf

Enosis im dritten Anlauf am Ziel

Archivartikel

MANNHEIM.Als die Stadion-Regie des bestens organisierten Gastgebers SC Käfertal um 17:08 Uhr das Lied „Griechischer Wein“ über die Lautsprecher schickte, knallten dann auch die Sektkorken. Kurz zuvor hatte der SV Enosis Mannheim im Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Fußball-Kreisliga den SV Rohrhof mit 2:1 besiegt. „Wir haben drei lange Jahre dafür gearbeitet. In den letzten beiden Jahren haben wir versagt, aber heute ist endlich unser Tag“, gab Enosis-Vorsitzender Georgios Tsaprounis freudestrahlend zu Protokoll.

Davor lagen 90 Minuten, die hauptsächlich von der schwülen Hitze über dem Käfertaler Sportgelände geprägt waren. Beide Teams begannen abwartend mit Respekt vor dem Gegner und dem ersten entscheidenden Fehler. Bis dahin war der SV Rohrhof besser im Spiel und agiler gegen zunächst statische Griechen. Die erste Großchance der Partie brachte deshalb nicht unverdient den ersten Torjubel. Nach einem scharf hereingetretenen Freistoß von Daniele Parisi vom linken Flügel lief Florian Bopp in den Ball und köpfte zum 1:0 für Rohrhof ein (30.). „Wir waren anfangs zu ängstlich“, bestätigte Enosis-Coach Sotirios Kiritsis, der umgehend reagierte und Aziz Gitteh für den blassen Georgios Deligiannis einwechselte (31.). Und diese Maßnahme schien zu fruchten, denn nun entwickelten die Mannheimer vor den 820 Zuschauern mehr Druck über die Außenbahnen. Gitteh und Gerard Dabla stellten die Rohrhöfer Verteidiger immer öfter vor Probleme.

Papadopoulos trifft volley

In der 37.Minute erkämpfte sich der fleißige Ivan Filipovic den Ball, passte auf Dabla und der servierte butterweich auf Kyriakos Papadopoulos, der volley zum 1:1 einnetzte. „Das war ein sehr wichtiger Treffer. Ich wollte ihn auch unbedingt machen“, sagte der Torschütze, der die Partie noch vor dem Pausenpfiff hätte kippen können, als er eine Hereingabe von Filipovic frei vor dem Tor nicht richtig traf (45.+1).

„Wir hätten nach unserem Führungstreffer einfach so weiterspielen müssen. Aber man kann eben nicht 45 Minuten Vollgas gehen bei dem Wetter“, kommentierte Rohrhofs Coach Daniel Katsch den ersten Durchgang. In der zweiten Hälfte hatte der SV Enosis das Geschehen weitgehend im Griff und ließ fast nichts mehr zu. In der 65.Minute entschieden die Griechen dann die Partie: Nach einer Flanke des wuseligen Torschützen Papadopoulos verschätzte sich Rohrhofs Bopp, Dabla nahm den Ball mit, umkurvte SVR-Schlussmann Robin Sold und netzte zum 2:1 ein.

Rohrhof gehen die Kräfte aus

Rohrhof bemühte sich nun, brachte aber die Kräfte nicht mehr auf, um dem Spiel nochmals eine Wende zu geben. Einzig Daniele Parisi versuchte in der Schlussphase nochmals, das Heft an sich zu reißen, doch scheiterte er zweimal aussichtsreich an Enosis-Torwart Markus Wollnik (89. und 90.).

Auf der Gegenseite hätte der SV Enosis die Partie bereits früher entscheiden können. „Rohrhof musste kommen und das kam unserem Spiel dann sehr entgegen“, erklärte SVE-Trainer Kiritsis. In der Tat hätten die Griechen bei konsequenterer Chancenverwertung bei Kontern im Überzahlspiel das 3:1 und 4:1 machen müssen. So aber blieb es beim 2:1 – ein unter dem Strich verdienter Sieg für den SV Enosis.

„Es war sehr imposant, dass uns so viele Griechen hier unterstützt haben“, jubelte Tsaprounis, während sein Team die „Welle“ vor den eigenen Fans machte.