Lokalsport Mannheim

Fußball Spielbetrieb frühestens ab 1. September / Polizei SV bleibt definitiv in der B-Klasse

Enttäuschte Hoffnungen

Archivartikel

Mannheim.Freud und Leid hinterließ der Verbandstag der badischen Fußballer, der am Samstag das Ende der bislang unterbrochenen Saison beschlossen hatte. Ein Wechselbad der Gefühle durchlebte dabei in den vergangenen Wochen der Polizei SV Mannheim. Als die ersten Szenarien zur Wertung der Saison in Umlauf kamen, war der Club gedanklich bereits in der A-Klasse, da ein Aufstieg des TSV Neckarau in die Kreisliga als A-Klassen-Zweiter noch nicht vorgesehen war und dadurch auch die TSV-Reserve als B-Liga-Meister nicht hoch durfte.

Dann kam jedoch ein Gutachten, das bestimmte, dass Teilnehmer einer Aufstiegsrunde ein Aufstiegsrecht erhalten sollten – der Polizei SV war somit wieder raus. Mit dem Bammentaler Antrag, nach dem alle Relegationsteilnehmer, so auch dem Polizei SV Mannheim, hätten aufsteigen sollen, keimte wieder Hoffnung auf – die nun auf dem Verbandstag endgültig enttäuscht wurde. „Nach den letzten Wochen ist die Gefühlslage bei uns inzwischen stabil. Uns war es fast klar, dass der Bammentaler Antrag nicht durchgeht. Ich gönne es dem TSV Neckarau II, auch wenn wir gerne aufgestiegen wären“, erklärt Trainer Christian Wroblewski, der mit dem Polizei SV in der nächsten Saison einen neuen Anlauf unternehmen will. Gespielt werden soll ab dem 1. September, wenn zuvor vier Wochen trainiert werden konnte.

Klarheit bei Spielerwechseln

Wie sich die nächste Saison in der Kreisklasse B gestalten wird, bleibt eine der offenen Fragen aus dem Verbandstag. Dadurch, dass es keine A-Liga-Absteiger gibt, würden die Staffelstärken der B-Klassen weiter schrumpfen. Geht man vom heutigen Stand aus, würde die Staffel B2 mit nur noch zwölf Mannschaften spielen, bei manchen Clubs stehen die Reserveteam auf der Kippe.

„Die Frage ist erst einmal, wann wir überhaupt wieder spielen können“, sagt Luis Trindade, Trainer des SC Blumenau, der beim Thema Aufstieg als Vizemeister ebenfalls auf der Strecke blieb. „Ich würde dazu tendieren, aus drei B-Klassen zwei zu machen – auch wenn es mehr Spiele wären. Vier Monate Winterpause braucht keiner mehr.“

Ein weiterer Beschluss auf dem Verbandstag erging mit Blick auf die Wartefristen bei Vereinswechseln. Diese Sechs-Monats-Sperre war mit Einstellung des Spielbetriebs am 12. März „gehemmt“ und gilt nun als ausgesetzt bis zum 30. Juni. Heißt konkret: Ein Spieler, der am 1. Dezember 2019 sein letztes Ligaspiel gemacht hat und anschließend wegen eines Vereinswechsels mit einer Sperre belegt worden ist, wäre demnach nicht automatisch zum 1. Juni spielberechtigt, sondern erst Mitte September, da die Zeit vom 12. März bis 30. Juni herausgerechnet wird.

Zum Thema