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Fußball Landesliga-Kicker sind froh über Start der Vorbereitung / Testspiel-Niederlage ist nebensächlich

Erleichterung beim VfL

MANNHEIM.Die Fußballer der VfL Kurpfalz Neckarau stecken wieder voll in der Vorbereitung. Der Landesligist hatte jüngst seinen offiziellen „Kick-off“ im heimischen Waldstadion. Das erste Vorbereitungsspiel gegen den pfälzischen Verbandsligisten ASV Fußgönheim verloren die Neckarauer zwar mit 0:1, „aber wir waren froh, dass wir endlich wieder spielen konnten. Es waren einige Zuschauer da, wenn man da nach einer Chance einen Schrei hört, gibt das einem wieder etwas“, sagte Lacky Paschaloglou, der Teammanager des VfL Kurpfalz.

In Kürze steht für die Neckarauer bereits das erste Pflichtspiel an. Am Sonntag, 2. August tritt der Landesligist VfL Kurpfalz in der ersten Runde des Badischen Pokals beim Heidelberger Kreisligisten TSV Rettigheim an. Anpfiff ist um 17 Uhr.

„Seit zwei Wochen trainieren wir wieder richtig. Natürlich passen wir auf, dass auch alles konform nach den Hygieneregeln abläuft“, sagt Feytullah Genc, der in der kommenden Saison neben Bernd Wiegand und Richard Weber wieder Mitglied des dreiköpfigen Cheftrainerteams des VfL Kurpfalz ist. „Wir freuen uns alle riesig, dass es wieder losgeht. Aber natürlich wird es spannend werden, wie die Saison verläuft“, sind für Genc Prognosen schwierig.

Viele englische Wochen

Zuletzt hatte es noch Überlegungen gegeben, die Landesliga Rhein-Neckar, die in der Spielzeit 2020/21 insgesamt 19 Teams umfassen wird, nach einer normalen regulären Hinrunde zur Halbzeit aufzuteilen. Einmal in eine Meisterschafts- beziehungsweise Meisterrunde und in eine Liga, in der die Teams um den Klassenerhalt kämpfen. „Wenn man in der Meisterrunde spielen würde, wäre das natürlich sehr attraktiv gewesen. Aber durch das Coronavirus gibt es wohl im kommenden Jahr noch so viele Unbekannte, so dass wir uns bei der Abstimmung, wie die Mehrheit der Clubs, für eine normale Hin- und Rückrunde entschieden haben“, sagt Genc. Somit stehen für die VfL-Kurpfalz-Spieler eine Masse von Meisterschaftsspielen an. „Vor allem im Frühjahr 2021 werden es sehr viele englische Wochen“, so der Neckarauer Coach.

Im Kader des VfL Kurpfalz, der die wegen des Coronavirus verkürzte vergangene Spielzeit mit dem zehnten Tabellenplatz abschloss, hat sich einiges getan. Mit Burak Polat (SV 98 Schwetzingen) und Gerrit Schoch (SC 08 Reilingen) haben beide Torhüter den Verein verlassen. Mit Ihsan Erdogan (FC Türkspor Mannheim), Aykan Okur, Fabian Stempel (beide SpVgg Ilvesheim), Christian Kranich (FV Herbolzheim) sowie Kevin Roderig (SV 98 Schwetzingen) sind weitere fünf Stammspieler gegangen.

Neu bei Neckarau sind Keeper Raul Chira, der von Fortuna Heddesheim kam, die Rückkehrer Giovanni Scalamato (TSV Wieblingen) und Nicolas Hahn (VfB St. Leon) sowie Lenny Schwabe (TSV Wieblingen), Carl Leon Pohl (SpVgg Wallstadt), Christian Schrör (TSV Neckarau) und Deniz Acikgüloglu. Letzterer war zwei Jahre lang Spielertrainer beim KSC Schwetzingen und führte den Club nach oben. „Er ist zuletzt Papa geworden, war zu meiner Zeit als Coach des FC Türkspor mein Kapitän und wohnt ja in Neckarau. Deshalb will er bei uns noch einmal eine Herausforderung als Spieler annehmen“, erklärt Genc.

Zurückhaltende Prognose

Des Weiteren baut man bei den Neckarauern auf junge Leute. Mit Jonas Barnert, Jan van der Veen, Bilal Arouna und Dimitrios Koravos stehen gleich vier U-19-Akteure im Landesligakader des VfL Kurpfalz. „Unsere Ziele werden wir erst einmal nach den intensiven ersten Wochen der Vorbereitung festlegen. Es wird ja wohl fünf Absteiger und ein Team geben, das in die Relegation kommt. das wird ganz hart“, glaubt Genc.

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