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Fußball Karlsruher SC möchte Profi-Gehälter nochmals kappen

Erneuter Verzicht

Karlsruhe.Fußball-Zweitligist Karlsruher SC will mit seinen Profis über einen erneuten Gehaltsverzicht in der kommenden Saison verhandeln. „Wir werden die Gespräche mit den Spielern dazu suchen“, sagte Geschäftsführer Michael Becker am Freitag. Zuvor hatten auch die „Badischen Neuesten Nachrichten“ darüber berichtet. In den letzten Monaten der vergangenen Saison verzichteten die KSC-Profis auf zehn Prozent ihrer Bezüge.

„Durch die Corona-Krise nehmen wir in der kommenden Saison vier Millionen Euro weniger ein“, sagte Becker: „Wir planen bis Jahresende ohne Zuschauer, was uns drei Millionen kostet. Dazu gibt’s eine Million weniger TV-Geld.“ Der Etat für die Profi-Mannschaft, der in der vergangenen Spielzeit bei rund zehn Millionen Euro lag, muss entsprechend verringert werden. Mit Corona-Tests starten die Karlsruher am Samstag in die Saisonvorbereitung. Ihr erstes Mannschaftstraining bestreiten sie am Dienstag.

Umgang mit Finanzen Chefsache

Unterdessen hat der neu gewählte KSC-Präsident Holger Siegmund-Schultze einen Fünf-Ebenen-Plan für seine Amtszeit konkretisiert. „Es ist nach meiner Auffassung nicht Aufgabe des Präsidenten, ins operative Geschäft einzugreifen.“ Das Geschäftsmodell des Clubs, der „Umgang mit unseren finanziellen Ressourcen“ müsse aber verändert werden, sagte Siegmund-Schultze, der auch in die Infrastruktur investieren will. „Die Qualität der Trainingsplätze und der Jugendakademie ist ein Faktor im Kampf um Talente“, betonte der Immobilienprojektentwickler. dpa

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