Lokalsport Mannheim

Fußball Waldhof-Nachwuchs überrascht beim Inselcup

Erst im Finale ist Schluss

Archivartikel

Mannheim.Seit März dieses Jahres ist Reiner Hollich Trainer der A-Junioren des SV Waldhof. Am Wochenende landete er in seiner Position wieder mal einen Coup und führte seine Mannschaft beim Inselcup in Ilvesheim ins Halbfinale, musste dann aber zu einem Pflichtkongress nach Dresden abreisen, um seine Trainerlizenz zu verlängern. Sein Assistent Christian Katins übernahm – und machte seine Sache ebenfalls gut. Die Waldhöfer Junioren bezwangen in der Vorschlussrunde den Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern mit 5:3 nach Elfmeterschießen. Erst im Finale mussten sich die Mannheimer dann dem 1. FC Nürnberg mit 0:2 geschlagen geben.

„Den Hut ziehen“

„Nach der Auftaktniederlage gegen den FC Brügge am Freitagabend hat die Mannschaft am Samstag super gespielt. Zuerst der Sieg gegen das bosnische Team FK Brijeg und das ganz starke 1:0 gegen den 1. FC Nürnberg. Das hat richtig Spaß gemacht, wie die Jungs Fußball gespielt haben“, sagte Hollich. Am gestrigen Sonntag kommunizierte der ehemalige Erfolgscoach der ersten Mannschaft der Blau-Schwarzen dann mit seinem Team über Whatsapp. In Dresden angekommen, fieberte Hollich auf dem Handy mit seinem Team mit. „Man muss vor diesen Jungs den Hut ziehen. Dass das Finale verloren ging, ist nicht weiter schlimm“, befand der Trainer und sagte mit Blick auf die neue Saison: „Der Aufstieg in die Bundesliga ist natürlich gewollt. Aber wir müssen erst einmal schauen, wie die Gegner in der neuen Oberliga-Saison so drauf sind.“

Spaß machte ihm – wie auch allen anderen – der Inselcup auf jeden Fall. Die Zuschauer sahen viele gute und vor allem spannende Spiele. In der Vorrunde hatten sich in der Gruppe A die Wolverhampton Wanderers und der 1. FC Kaiserslautern durchgesetzt. In der Gruppe B lag am Ende überraschend der SV Waldhof vor dem 1. FC Nürnberg. Der Dritte FC Brügge hatte auch sechs Zähler, doch ein Gegentreffer mehr hinnehmen müssen. Die Belgier mussten das Spiel um Platz fünf bestreiten.

Während dem SVW gegen Kaiserslautern der Halbfinal-Coup gelang, setzte sich Nürnberg im anderen Halbfinale gegen die robuste englische Mannschaft der Wolverhampton Wanderers mit 1:0 durch. Im Endspiel gegen den SV Waldhof sorgte für den fränkischen A-Jugend-Bundesligisten dann Edward Hinz mit einem Doppelschlag schon in der ersten Hälfte für die Entscheidung. Bei den Mannheimern stach Keeper Cedric Braun heraus, der auch zum besten Torhüter gekürt wurde. Torschützenkönig wurde Don de d’u Tontale von den Wolverhampton Wanderers, der fünf Treffer erzielte. Beste Spieler des Turniers wurde Anis Bahktas (Kaiserslautern). Den Fairnesspreis mit nur einer Gelben Karte im Turnierverlauf bekam der FC Brügge verliehen.

„Alles lief reibungslos, wir hatten trotz der Hitze sogar mehr Zuschauer als noch im Vorjahr“, sagte Nicolas Pfeifer vom Organisationsteam der SpVgg Ilvesheim.

Zum Thema