Lokalsport Mannheim

Hockey Herren des Mannheimer HC qualifizieren sich in Barcelona für das Achtelfinale der Euro Hockey League an Ostern 2019

Erste Hürde gemeistert

Archivartikel

Barcelona.Die Herren des Mannheimer Hockey Clubs (MHC) haben den Sprung ins Achtelfinale der Euro Hockey League (EHL) geschafft. In der ersten Runde des europäischen Wettbewerbs setzte sich der Bundesliga-Dritte des Vorjahrs in der Ausscheidungsgruppe B gegen den englischen Meister Wimbledon HC und den russischen Vertreter Dinamo Elektrostal durch. Nach dem 7:2-Sieg gegen die Russen reichte gegen Wimbledon schon ein 1:1 (1:0)-Unentschieden, da die Engländer gegen Elektrostal nur ein 5:2 auf die Anzeigetafel brachten. Das bessere Torverhältnis gab dann den Ausschlag für die Mannheimer.

Dabei wollten sich die Blau-Weiß-Roten vom Neckarplatt vor dem Duell gegen die Briten eigentlich erst gar nicht auf Rechenspiele einlassen. „Wir haben heute auf Sieg gespielt und es in der ersten Halbzeit versäumt, mehr aus unseren Chancen zu machen. Wir wollten die nächste Runde erreichen und das haben wir geschafft“, freute sich MHC-Coach Michael McCann letztlich auch über das Remis, das den MHC eine Runde weiter brachte.

Endrunde in Eindhoven

Gegen den Wimbledon HC war dabei vom EHL-Viertelfinale 2017 in Eindhoven noch eine Rechnung offen, das der MHC damals erst nach Penaltyschießen verlor. Das Unentschieden gegen die Engländer bringt den MHC nun zurück nach Eindhoven, denn nachdem das KO 16 / KO 8 der EHL 2018 in Rotterdam stattgefunden hatte, wird an Ostern 2019 wieder der HC Oranje-Rood Eindhoven als Ausrichter fungieren. Dann werden zudem nicht nur die Achtel- und Viertelfinalspiele der EHL, sondern auch gleich das Final Four in Eindhoven ausgetragen.

Dass es der MHC auch bei seiner vierten EHL-Teilnahme in die Runde der besten 16 europäischen Clubmannschaften geschafft hat, hatte er auch Olympiasieger Gonzalo Peillat zu verdanken, der die Mannheimer mit 1:0 (19./Strafecke) in Führung schoss. Wimbledon gelang das 1:1 (48.), mehr aber nicht.

Am Samstag hatten sich die MHC-Herren in der ersten Halbzeit gegen den russischen Vizemeister Dinamo Elektrostal beim klaren 7:1 (1:1)-Erfolg zunächst noch schwer getan und selbst zwei Strafecken nicht genutzt, als die Russen einen Konter zum 1:0 setzten (7.). „Ich denke, dass unser Sieg letztlich auch in dieser Höhe verdient war, aber in dieser Situation haben sie uns klassisch ausgekontert“, sagte MHC-Kapitän Jan-Philipp Fischer, der zehn Minuten warten musste, ehe Peillat per Strafecke das längst überfällige 1:1 (17.) markierte. Nachdem dem MHC in den ersten 30 Minuten noch etwas das Zielwasser gefehlt hatte, war es erneut Peillat, der die Mannheimer kurz nach Wiederbeginn mit 2:1 erstmals in Führung brachte (32./Strafecke). Diese Führung bauten Tino Nguyen (34./Strafecke), Felix Schües (46.), Guido Barreiros (50.) und Lucas Vila (53.) bis auf 6:1 aus, ehe Ilya Larikov für Dinamo auf 6:2 (59./Strafecke) verkürzte. In der Schlussminute stellte erneut Vila mit dem 7:2 (60.) den alten Abstand wieder her.