Lokalsport Mannheim

Germania Friedrichsfeld Torwart-Entscheidung steht an

Es naht die Antwort auf eine quälende Frage

Mannheim.Matthias Dehoust wird vor dem Saisonauftakt noch einmal mit seinem Hund Gassi gehen. Am Sonntagmorgen will er für sich die Frage klären, die ihm großes Kopfzerbrechen bereitet: Wer steht zum Auftakt bei der Germania zwischen den Pfosten? Zur Auswahl stehen der 19-jährige Fabian Ghizzoni sowie der zehn Jahre ältere Patrick Holch. „Es ist eine brutale Entscheidung, die mir unfassbar schwerfällt. Vor allem ist es eine Entscheidung mit Tragweite, du kannst ja nicht nach einem Spiel deinen Torhüter wieder aus dem Kasten holen“, gewährt Dehoust Einblicke in seine Seelenwelt.

Den erfahrenen Coach belastet aber nicht nur diese Personalie. Die Vorbereitung lief nicht optimal – viele Urlauber, viele Verletzte. Zudem haben mit Kebba Sillah und Masanneh Ceesay zwei wichtige Spieler den Verein verlassen. Vor allem der Abgang von Stürmer Ceesay zum FC Türkspor trifft den 45-Jährigen hart. Der Trainer hatte sich aufopferungsvoll für den Mann aus Gambia eingesetzt, half bei Behördengängen und Eingewöhnung in der neuen Heimat. „Die Art und Weise des Wechsels hat mich schon enttäuscht“, stellt Dehoust klar, hofft aber auf einen positiven Effekt für die Mannschaft: „Wir sind in dieser Saison schwieriger auszurechnen, unser Spiel ist nicht mehr auf einzelne Akteure zugeschnitten.“

Zudem ist der Kader laut Dehoust in diesem Jahr flexibler und vor allem breiter aufgestellt, damit soll eine Leidenszeit wie in der vergangenen Saison vermieden werden. Damals erlebte der Trainer eine Verletzungsmisere, wie er sie nach eigener Aussage noch nicht erlebt hat. „Wir haben es jetzt aber mal wieder geschafft, eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen. Jede Position ist gut besetzt und unsere Neuzugänge helfen uns definitiv weiter“, freut sich Dehoust, der in Sachen Saisonziele zurückhaltend ist: „Wir wollen keine Angst haben, abzusteigen. Davon gehe ich aber auch nicht wirklich aus, dafür ist der Kader zu stark. Es ist verdammt schwer einzuschätzen, es gibt auch noch viele Unbekannte in der Liga. Grundsätzlich wäre ein Platz im gesicherten Mittelfeld völlig in Ordnung. Aber oben mitzuhalten – das sollte das Ziel von uns sein.“

Zum Auftakt gastieren die Germanen am Sonntag (12.30 Uhr) beim VfB Gartenstadt II. Coach Dehoust kennt den kommenden Gegner perfekt: „Wir konnten gegen den VfB in den vergangenen Spielen nicht viel erben. Ein klarer Vorteil ist jedoch, dass Pascal Eckert wohl nicht mehr in ihren Reihen steht, der hat uns zuletzt immer enorme Probleme bereitet.“

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