Lokalsport Mannheim

Handball-Badenliga, Frauen Heddesheims Trainer Branko Dojcak traut seinem Team einiges zu / Viernheim will nachlegen

„Es wird Zeit für den ersten Erfolg in Schriesheim“

Archivartikel

Schriesheim.Derbyzeit in der Frauenhandball-Badenliga: Heute Abend (19 Uhr) empfängt der TV Schriesheim die SG Heddesheim. Das brisante Nachbarschaftsduell ist für eine Spielerin eine ganz besondere Partie: Die torgefährliche Linksaußen Jule Paloj trug viele Jahre das Trikot der Bergsträßerinnen und wechselte vor dieser Saison zum Kontrahenten nach Heddesheim. „Wenn man erstmals zu seinem alten Verein zurückkommt, ist das immer eine Herausforderung. Man weiß nie, wie es läuft. Aber ich traue Jule zu, dass sie das sehr gut machen wird“, meinte SGH-Trainer Branko Dojcak. „Die die Schriesheimerinnen kennen sie natürlich in- und auswendig und auch die Torhüterin weiß, was Jule so macht. Aber das gilt auch umgekehrt.“

Für Dojcak ist die Begegnung eine hohe Hürde, „schließlich haben wir dort noch nie gewonnen. Es wird jetzt mal Zeit“, sagte er schmunzelnd. Doch er hat großen Respekt vor den Gastgeberinnen, die er bei ihrer 20:26-Niederlage in Brühl beobachtete. „Zur Pause haben noch geführt, sie sind erst am Ende eingebrochen.“ Besonders stark sah er Schriesheims Torhüterin Laura Schmitt und Spielmacherin Sabrina Matthes, „die in toller Form ist.“

Dojcak kann die Leistung gegen Brühl sehr gut einordnen, schließlich absolvierte seine Mannschaft ihr bisher einziges Rundenspiel eben gegen diesen Gegner und tat sich beim 17:16 sehr schwer. „Ein Sieg in Schriesheim wäre natürlich sehr gut für das Selbstvertrauen. Bis auf die an der Schulter verletzte Jenny Schlipf sind wir komplett. Aber es wird dennoch sehr schwer werden“, so der erfahrene Coach der Heddesheimerinnen, der auch viel von der neuen Trainerin des TVS hält: „Mit Christin Herrmann haben sie sehr viel Handballwissen auf der Bank“, lobt er. Er ist gespannt, ob wieder Daniela Müller mit dabei sein wird. Die langjährige Trainerin der HSG Mannheim saß bei Schriesheims Niederlage in Brühl mit auf der Bank, „was uns sehr überrascht hat“.

Nach einem spielfreien Wochenende greifen morgen ab 18 Uhr auch die Handballerinnen des TSV Amicitia Viernheim wieder ins Geschehen ein. Sie empfangen den TV Brühl und wollen nach dem Auftaktsieg gegen Birkenau nachlegen. Aber Trainer Matthias Kolander ist sich bewusst, dass das eine ungleich schwerere Aufgabe darstellt und fordert in erster Linie eine stabile Deckungsarbeit, um vor allem die Kreise der großgewachsenen Rückraumspielerin Paula Lederer, aber auch von Kreisläuferin Anja Gross einzuengen. Dabei sind die Viernheimerinnen auch auf Revanche aus: In der vergangenen Runde unterlagen sie zu Hause deutlich. me