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Fußball Ex-Bundesligist 1. FC Kaiserslautern muss so schnell wie möglich wieder aus der 3. Liga / Start gegen 1860 München

FCK mit viel „Demut und Respekt“

Archivartikel

Kaiserslautern.Der Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern ist für die „Mission Wiederaufstieg“ gerüstet. Mit „Demut und Respekt“ soll das Projekt beim Saisonauftakt gegen 1860 München am heutigen Samstag (15 Uhr) gestartet werden. Anspruch und Wirklichkeit klafften bei den Pfälzern oft weit auseinander. So groß wie aktuell war diese Differenz aber noch nie. Sowohl aus finanzieller als auch aus sportlicher Sicht muss die Zweitliga-Rückkehr im ersten Anlauf gelingen. Eine längerfristige Drittliga-Zugehörigkeit kann sich der viermalige deutsche Meister nicht erlauben.

Die Vorzeichen stehen aber gut. Keinerlei Nebenschauplätze beeinflussen die sportliche Situation – ein seltenes Bild auf dem Betzenberg. Mit dem Lizenzspieleretat von rund 5 Millionen Euro liegt der Club im Ligavergleich zudem weit vorne. Sportvorstand Martin Bader und Sportdirektor Boris Notzon krempelten die Mannschaft komplett um. 14 externe Neuzugänge und 25 Abgänge stehen in der Bilanz. Nur fünf der in der vergangenen Saison eingesetzten Spieler werden noch dabei sein.

Eine ausbalancierte Mischung aus erfahrenen Akteuren und jungen Entwicklungsfähigen soll es sportlich richten. Insbesondere Rückkehrer Florian Dick ist als Kapitän und Identifikationsfigur gefragt. „In der dritten Liga geht es um Kampf und Leidenschaft. Wir müssen das gemeinsam als Truppe annehmen. Dann kann mit dem Potenzial in der Hinterhand hier richtig etwas entstehen“, betonte der 33-jährige Publikumsliebling.

Stabiles Umfeld

Ein Fragezeichen bleibt jedoch zunächst: Gelingt es, die vielen Puzzleteile der neuen Mannschaft zu einer Einheit zu formen? Mit Trainer Michael Frontzeck scheint der richtige Mann dafür das Zepter in der Hand zu haben. Der 54-Jährige erarbeitete sich seit seinem Amtsantritt im Februar mit Ruhe und Gelassenheit einiges an Kredit im schwierigen Umfeld in Kaiserslautern.

„Dafür, dass die Mannschaft fast komplett neu zusammengestellt ist, macht sie schon einen sehr homogenen Eindruck“, befand der der erfahrene Coach. „Wie eng wir am Ende wirklich zusammengerückt sind, zeigt sich aber erst in der Saison.“

Auf das Umfeld können die „Roten Teufel“ derzeit zählen. Die Dauerkartenverkäufe liegen auf Vorjahresniveau, die geglückte Ausgliederung der Profiabteilung und der Empfang von über 1500 Fans beim Trainingsauftakt zeugen vom wiedergewonnenen Zusammenhalt. Zudem wurde ein zahlungskräftiger Hauptsponsor an Land gezogen. Nun sind die Team und Trainer gefordert, die Aufbruchstimmung am Betzenberg weiter zu schüren. dpa