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Fußball Nach dem verpassten Oberliga-Aufstieg will Heddesheim in der neuen Saison wieder um den Verbandsliga-Titel mitspielen

Fortuna plant nächsten Angriff

MANNHEIM.Zwei Spiele, zwei Niederlagen, 0:5 Tore. Fortuna Heddesheim ist in der Aufstiegsrunde zur Fußball-Oberliga auch 2018 am Freiburger FC gescheitert. Dennoch zieht Trainer René Gölz ein positives Saisonfazit. Die Planungen für ein weiteres Jahr Verbandsliga sind bei der Fortuna zu 99 Prozent beendet.

„Ich denke, dass wir uns sehr gut aus der Affäre gezogen haben“, sagte Gölz nach der 0:2-Niederlage im Rückspiel bei den Breisgauern. Die Heddesheimer waren mit einer großen Hypothek ins zweite Duell gegangen. Das Hinspiel hatte der Vize-Meister der Verbandsliga Nordbaden zu Hause klar mit 0:3 verloren.

Bessere Leistung im Rückspiel

„Ich bin ein Stück weit schon stolz auf meine Mannschaft. Wie wir uns in Freiburg präsentiert haben, war viel besser als noch im ersten Spiel bei uns. Wir hatten eine starke Anfangsphase, hatten leider Pech mit einem Lattenschuss und einer vergebenen Großchance von Cihad Ilhan“, sagte Gölz: „Unglücklich war das 0:1. Da hat Christian Mühlbauer leider einen Fehler gemacht. Danach hat die Mannschaft aber nicht den Kopf hängen gelassen, weitergemacht und sich schon noch einige gute Chancen herausgespielt.“

Der Heddesheimer Trainer ist trotz des erneut verpassten Aufstiegs – schon 2017 war die Fortuna am Freiburger FC gescheitert – nicht unzufrieden: „Wir mussten im letzten Sommer eine ganz neue Mannschaft zusammenbauen, hatten Probleme in der Anfangsphase. Aber in der Rückrunde und vor allem in der Endphase der Saison haben wir richtig gut gespielt.“

Für die kommende Spielzeit steht für Gölz und den Sportlichen Leiter Manfred Jordan erneut viel Arbeit an. Doch die Hausaufgaben haben beide offenbar schon gemacht. Mit Patrick Marschlich (Wieblingen) und Andreas Dirks (SV 98 Schwetzingen) werden zwei Spieler den Verein verlassen, die eigentlich bei der Fortuna für die Sechserposition geplant waren. „Da hatten wir Handlungsbedarf. Für diese Position haben wir mit Oliver Malchow, der vom VfR Mannheim zu uns kommen wird, einen wichtigen Spieler gefunden“, sagt Gölz. Vom Mannheimer Konkurrenten schließt sich auch Stürmer Enis Baltaci Heddesheim an. „Er bringt Schnelligkeit mit, so ein Spieler hätte uns gerade gegen Freiburg gutgetan“, freut sich Gölz über den Neuzugang. Mit Daniel Gulde verlässt aber eine Leitfigur der vergangenen Jahre die Fortuna. Er geht zum VfR. „Insgesamt bleibt das Gros der Mannschaft zusammen, und wir bekommen fünf Neue“, sagt Gölz, der betont: „Wir wollen in der nächsten Runde mit einem kleineren Kader starten. Das Aufgebot wird dann nicht mehr so aufgebläht sein. Ich denke, dass 17 bis 18 Spieler den Kader bilden werden.“

Für Gölz wird es die siebte Saison als Trainer der Fortuna sein. „Das spricht sicher für den Verein. Mit unserem Sportlichen Leiter Manfred Jordan klappt die Zusammenarbeit hervorragend.“ Anfang Juli wird die Fortuna schon wieder mit der Vorbereitung auf das dritte Verbandsligajahr beginnen. „Wir haben ja dann eine 18er-Liga, fangen also eine Woche früher mit der Runde an“, sagt Gölz, der mit der kurzen Pause schon reichlich Erfahrung gesammelt hat. „Wir standen die letzten Jahre immer in Aufstiegsspielen“, sagt er.

Ob Heddesheim für 2019 den Titelgewinn anpeilt? Die Frage blieb nach dem Saisonende für die Fortuna in Freiburg erst einmal unbeantwortet. Aber klar dürfte sein: Gölz und Co. wollen erneut ein Wörtchen um ein Ticket in Oberliga mitreden.