Lokalsport Mannheim

Handball-Badenliga TV-Trainer Marco Dubois will gegen Plankstadt die ersten Punkte / Dezimierter TSV Amicitia Viernheim vor schweren Zeiten

Friedrichsfeld sieht sich auf Augenhöhe

Archivartikel

Mannheim.Wenn heute Abend (19 Uhr) der TV Friedrichsfeld die TSG Plankstadt zum Badenliga-Heimspiel empfängt, geht es für die Handballer von Trainer Marco Dubois um viel: „Das ist der erste Gegner auf Augenhöhe. Nach den beiden Spielen gegen Heidelsheim und Neuenbürg, wollen wir jetzt die ersten Punkte holen“, erklärt TVF-Sprecher Florian Kuhn.

Die Friedrichsfelder gehen mit einer Mischung aus Respekt und Zuversicht in die Partie. Da ist zum einen die Erinnerung an das erste Heimspiel, als man Heidelsheim/Helmsheim am Rande einer Niederlage hatte und nur knapp mit 20:22 verlor. An diese kämpferische Leistung gilt es diesmal wieder anzuknüpfen. „Dann haben wir sehr gute Chancen“, ist sich auch Dubois sicher. Gleichzeitig war in Augen des Trainer der 33:30-Sieg Plankstadts in Stutensee ein echtes Ausrufezeichen: „Damit war nicht zu rechnen.“

Besonders zwei TSG-Spieler präsentierten sich im bisher einzigen Spiel der Gäste in bestechender Form: Julian Maier traf zehnmal und stellte seine Gefährlichkeit gerade über die Konter unter Beweis. Und dann war da noch Dario Tukur, der mit zwölf Treffern aufwartete. „Vor allem auf Tukur werden wir achten müssen“, so Florian Kuhn, der aber auch zu bedenken gibt: „Es ist sicherlich leichter, einen einzelnen Shooter unter Kontrolle zu bringen, als sich auf ein starkes Kollektiv wir zuletzt in Neuenbürg einzustellen.“

Für die Friedrichsfelder spricht, dass die zuletzt krankheitsbedingt fehlenden Leistungsträger Sebastian Wingendorf und Christian Veith wieder fit sind. Veith traf zum Auftakt zehnmal gegen Heidelsheim, seine Tore wurden beim 24:34 in Neuenbürg schmerzlich vermisst.

Knüppeldick kommt es für den TSV Amicitia Viernheim: den Südhessen gehen die Rückraumspieler aus. „Wir haben nur noch zwei gesunde Akteure“, ist Trainer Frank Herbert fassungslos. „Mit dem HC Neuenbürg kommt jetzt auch noch ein ganz dicker Brocken zu uns“, blickt er auf das heutige Heimspiel (19.30 Uhr) gegen den Titelanwärter.

Inzwischen haben sich die Diagnosen bei Marcel König und Julius Herbert bestätigt: König fällt mit einem Muskelfaserriss im Oberarm etwa fünf Wochen aus, der Trainersohn laboriert an einem Sehnenabriss in der Schulter und wird auch frühstens in drei Wochen wieder im Kader stehen. Dazu kommt der langfristige Ausfall von Spielmacher Holger Hubert (Bandscheibe), „der natürlich nicht zu ersetzen ist. Er wäre für keine Mannschaft in dieser Liga zu ersetzen“, verdeutlicht der erfahrene Trainer die Bedeutung des Routiniers in seiner jungen Truppe.

Durch die neuerlichen Ausfälle muss Herbert improvisieren und und auch ganz jungen Akteure in Verantwortung nehmen. „Sie machen ihre Sache gut, brauchen aber natürlich ihre Zeit. Es ist derzeit schwer, ambitioniert oben anzugreifen. Wir dürfen uns jetzt nicht verrückt machen lassen. Mit einer stabilen Deckung – die bislang wirklich gut steht – müssen wir weiter konzentriert arbeiten. Dann kommen auch Erfolge“, ist er überzeugt. me