Lokalsport Mannheim

Wakeboard Der 18-jährige Schüler aus Mannheim schnappt sich bei der Europameisterschaft in der U-19-Klasse Platz zwei

Für Silber greift Koch tief in die Trickkiste

El Gouna/Mannheim.Temperaturen jenseits der 20-Grad-Marke, das Wasser warm, der Himmel blau. El Gouna in Ägypten gilt gerade gegen Ende des Kalenderjahres als Traum-Reiseziel. Dort, wo die Urlauber die Seele baumeln lassen, wurde es für Philipp Koch (Bild) ernst. Bei den Europameisterschaften gewann der Wakeboarder vom WSC Rheinau See in der U-19-Klasse die Silbermedaille. Eine EM in Ägypten? Ja, in El Gouna wurde neben der Afrika-Meisterschaft auch die EM veranstaltet.

„Das war mein größter Erfolg in diesem Jahr“, freute sich der 18-Jährige. „Ich war aber auch schon einmal Weltmeister.“ 2014 hatte er sich bei den Welt-Tiltekämpfen in Norwegen gegen Liam Peacock durchgesetzt. Auch diesmal zählte der Brite zu seinen Konkurrenten, auf Platz sechs konnte er allerdings nicht in den Medaillenkampf eingreifen. Dafür bewies Koch, der als Neunjähriger mit dem Wakeboarden begann und auf der Anlage am Rheinauer See trainiert, Nervenstärke. Im zweiten Lauf griff der Zwölftklässler beim wilden Ritt über das Wasser noch einmal ganz tief in die Trickkiste, er sammelte 71,67 Punkte. Damit verwies Koch den Russen Nikolay Volokhov (70,33) auf den dritten Platz. Er musste sich nur Landsmann Florian Weiherer (76,00) geschlagen geben. „Wenn man gegen seinen besten Freund verliert, ist das aber nur halb so schlimm“, sagte der Mannheimer mit Blick auf seinen erfolgreichen Landsmann.

Straffes Programm für 2018

Im nächsten Jahr eilt Koch von Wettkampf zu Wettkampf. 2018 stehen nicht nur die DM und EM an, sondern auch die WM, die alle zwei Jahre ausgetragen wird. Dann will der 18-Jährige vom WSC Rheinau über Rampen, Schanzen und Rails wieder einen Traumlauf hinlegen und seiner Medaillensammlung ein weiteres Stück glänzendes Edelmetall hinzufügen.