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Fußball In Mannheim soll nichts erzwungen werden, wie der Kreisvorsitzende Harald Schäfer sagt

Fußball in Mannheim: Saison-Fortsetzung vermutlich erst 2021

Archivartikel

Mannheim.Gähnende Leere herrschte auf den Sportplätzen der Region am vergangenen Wochenende. Hier und da machten sich ein paar Vögel über die Rasenplätze her. Die Fußballer im Kreis Mannheim jedoch legten die Füße hoch.

Warum der Spieltag am vergangenen Wochenende, der theoretisch noch möglich gewesen wäre, nicht mehr zur Austragung gekommen ist, erklärt Kreisvorsitzender Harald Schäfer: „Das hat zwei Gründe: Zum einen hatten die Landesverbände in Baden-Württemberg eine gemeinsame Lösung angestrebt. Und nachdem das Pandemiegeschehen in Württemberg viel schlimmer war und dort etliche Spiele ausgefallen wären, hätte es keinen Sinn gemacht, weiterzuspielen.“

Breite Unterstützung

Der zweite Grund sei nicht minder ausschlaggebend gewesen, wie Schäfer betont. „Die Landesregierung hat die Verbände gebeten, sofort auszusetzen. Es wäre unverantwortlich gewesen, wenn sich am vergangenen Wochenende möglicherweise nach einem Spiel in einem Clubhaus ein Hotspot entwickelt hätte“, sagt Schäfer.

Die Entscheidung des Badischen Fußball-Verbandes (bfv) war nicht überall auf Unterstützung gestoßen, die breite Mehrheit unterstützte jedoch den zweiten sportlichen Lockdown nach diesem Frühjahr. Etwas hölzern mutet hingegen die Regelung in der Regionalliga Südwest an, was an der Struktur dieser Spielklasse liegt. Während sich die Offenbacher Kickers von ihrer Landesregierung den Status als Profiverein bescheinigen ließen, haben andere Vereine ihren Amateurstatus angegeben.

Der Hessische Fußball-Verband hat den Spielbetrieb unterhalb des Profibereichs inzwischen bereits komplett bis zum Jahresende ausgesetzt – ein Vorgang, den man beim bfv zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht mitgehen will. „Wir warten hier mal noch die nächste Ministerkonferenz am 11. November ab. Falls sich da abzeichnet, dass möglicherweise in Kleingruppen wieder trainiert werden könnte, wäre vielleicht absehbar, ob wir noch den einen oder anderen Spieltag unterbringen können“, sagt Schäfer. „Fakt ist aber, dass wir nichts erzwingen wollen – die Gesundheit steht an oberster Stelle.“

Mit einer Saison-Fortsetzung in diesem Kalenderjahr rechnet auch Feytullah Genc, Trainer des Landesligisten VfL Kurpfalz Neckarau, nicht. „Meine Spieler haben individuelle Pläne erhalten für den Fall, dass wir im Dezember vor der Winterpause nochmal ran müssten – wovon ich aber aufgrund einer mindestens zweiwöchigen Vorbereitung nicht ausgehe“, meint Genc, der für die aktuellen Verfügungen vollstes Verständnis hat: „Gerade um die vorhandenen beruflichen Tätigkeiten nicht zu gefährden, ist es wichtig, die Zeit gesund zu überstehen.“

11. November im Blick

Anders sieht es im Jugend-Spielbetrieb aus. Spielklassen, in denen es nicht um Auf- oder Abstieg geht werden wohl nicht zu Ende geführt. Hier erfolgt der Einstieg in neue Staffeln in der Frühjahrsrunde, sofern es die Behörden zulassen. Ab den Jugend-Kreisligen aufwärts soll jedoch angestrebt werden, die ausgefallenen Begegnungen nachzuholen.

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