Lokalsport Mannheim

Spieler der Woche Nach vielen Verletzungsproblemen hat Angreifer Markus Köhler jetzt in Wallstadt Fuß gefasst

Gelungener Neuanfang

Archivartikel

Mannheim.Fußball-Kreisligist SpVgg Wallstadt wagte vor der Saison einen Umbruch und setzte verstärkt auf den eigenen Nachwuchs sowie talentierte Neuzugänge. Markus Köhler sticht dabei heraus. Der 21-Jährige ist der neue Mann im Sturmzentrum der Wallstädter, markierte in dieser Saison schon zehn Treffer und ist als Goalgetter so etwas wie das Symbol der Verjüngungskur bei der SpVgg. „Ich bin sehr froh, dass mir der Trainer das Vertrauen ausspricht und ich auch etwas zurückgeben kann. Die Konkurrenz im Team ist sehr groß, vor allem in der Offensive“, freut sich Köhler über seine Startelf-Einsätze, appelliert aber auch an den restlichen Kader: „Es scheint, als hätte ich mich im Sturm durchgesetzt. Wir brauchen aber jeden Spieler und auch den Konkurrenzkampf im Training. Nur mit einem breiten Kader können wir am Ende der Saison auch in die Landesliga aufsteigen“.

Den Aufstieg hat sich der gebürtige Mannheimer zum Ziel gesetzt. Zu Saisonbeginn wechselte der Stürmer vom Landesligisten FC Dossenheim nach Wallstadt und wagte einen Neustart. In seinen zwei Jahren beim FC kam der 21-Jährige lediglich auf neun Einsätze und durchlebte eine große Krise. „Das war eine ganz bittere Zeit. Ich kam mit großen Ambitionen nach Dossenheim und auch der Verein setzte auf mich. Die Erwartungen konnte ich leider nie erfüllen“, ärgert sich Köhler über zwei verlorene Jahre, in denen er vor allem durch eine langwierige Verletzung ausgebremst wurde: „Ich kam in Dossenheim nie richtig in Tritt. Eine hartnäckige Sprunggelenksverletzung hat mich immer wieder zu Pausen gezwungen. Im Mai 2017 wurde ich operiert, seitdem taucht die Verletzung in dieser Form und Intensität nicht mehr auf“.

SpVgg-Coach Michael Wagner holte den hochveranlagten Stürmer in sein Team und baute seinen Schützling langsam auf. In der Hinrunde kam der 21-Jährige noch nicht regelmäßig zum Einsatz, seit der Winterpause ist er nun aber fester Bestandteil des Teams. „Der Kontakt zu Wallstadt hat eigentlich eine witzige Vorgeschichte. Ich habe nämlich mit der Tochter des Trainers gemeinsam Abitur gemacht, daher kannten wir uns schon“, lacht der Goalgetter, der vor der Saison dann von einem Mannschaftskollegen kontaktiert wurde: „Christopher Dell hat mir von seinen Wechselplänen nach Wallstadt erzählt und dass dort etwas entstehen könnte. Ich musste nicht lange überlegen, da ich in einer neuen Umgebung, in einem neuen Verein den Durchbruch schaffen wollte.“

Schon in der Jugend machte der Mannheimer auf sich aufmerksam. Beim SV Sandhausen wurde Köhler technisch und taktisch hervorragend ausgebildet, gewann mit dem SVS den Badischen Pokal der U17. „Vor allem meine Eltern haben damals echt viel in mich investiert, haben mich teilweise 40 Minuten ins Training gefahren und abgeholt. All das soll nicht umsonst gewesen sein“, nimmt Köhler den Aufstieg fest ins Visier.

Der Triumph soll Anfang Juni gefeiert werden, dann trifft Wallstadt im letzten Saisonspiel auf den MFC 08 Lindenhof. „Dann gibt es hoffentlich Grund zum Jubeln. Wir haben uns in den letzten Wochen leider zu oft selbst ein Bein gestellt. Haben wichtige Spiele wie gegen Friedrichsfeld und Lützelsachsen verloren“, hadert Köhler mit der Ergebniskrise seines Teams direkt nach der Winterpause: „Jetzt sind wir aber wieder in der Spur. Das Aufstiegsrennen ist extrem spannend, da mischen viele Mannschaften mit. Ich sehe uns aber ganz vorne mit dabei und will mit Toren zu unserem Ziel beitragen“.