Lokalsport Mannheim

MM-Extra-Spiel In der Partie am Sonntag duellieren sich mit dem Spitzenreiter TSV Neckarau und dem VfR Mannheim II die derzeit wohl formstärksten A-Ligisten

Gipfeltreffen zweier Serientäter

Archivartikel

Mannheim.Tabellenerster gegen Tabellendritter, zwölf Siege in Folge gegen sechs Siege hintereinander, beste Abwehr gegen zweitbesten Sturm – mehr Spitzenspiel als die Partie des TSV Neckarau gegen den VfR Mannheim II in der Fußball-Kreisklasse A1 geht fast nicht. Insbesondere die Erfolgsserie der Neckarauer Gastgeber beeindruckt TSV-Coach Pasquale Pilato. „Wir hatten vor fünf Jahren eine ähnliche Serie, aber nicht mit so vielen Siegen am Stück“, ist diese Bilanz auch für den langjährigen Fußballer und Trainer durchaus bemerkenswert.

Dennoch beträgt der Abstand zum Tabellenzweiten FC Hochstätt Türkspor nur drei Punkte, ein Ausrutscher könnte Woche für Woche erst einmal die Tabellenführung kosten. „Auch wenn es am Ende keine Punktverluste gab, standen wir teilweise auf der Kippe. In den Spielen gegen Pfingstberg und Rheinau hatte der Gegner zeitweise Feldspieler im Tor – und meine Mannschaft hat kaum Kapital daraus geschlagen“, bemängelt Pilato.

Beste Abwehr der Liga

Auch wenn der TSV Neckarau die beste Abwehr der Liga stellt, hat der Primus im Vergleich zu den beiden Meisterschaftskonkurrenten das mit Abstand schlechteste Torverhältnis. „Chancen haben wir immer mehr als genug. Wenn sich die Jungs in den Spielen mehr dafür belohnen würden, hätten wir auch mehr Tore auf dem Konto“, hadert Pilato insbesondere mit dieser Statistik, die am Saisonende entscheidend werden könnte. Den Gegner VfR II hat Pilato beim Nachholspiel der Rasenspieler beim KSC Schwetzingen selbst beobachtet und vor der Mannschaft um Trainer Giuliano Tondo höchsten Respekt. „Das ist eine überdurchschnittliche Mannschaft, die in der jetzigen Konstellation auch eine Klasse höher auf einem sicheren Mittelfeldplatz stehen würde.“ Wie immer die Top-Partie ausgeht – Pilato sieht den Druck weiter bei der Konkurrenz. „Wir können es etwas gelassener angehen, denn wir haben alles noch selbst in der Hand.“

Auch beim VfR ist das Team absolut fokussiert, derzeit werden die Gegner Woche für Woche nahezu deklassiert. „Wir haben uns ein Ziel gesetzt, das wir weiter verfolgen“, geht der Blick von Coach Tondo einzig in Richtung Kreisliga. Mit der Rolle des Jägers, der sich keinen Fehltritt erlauben darf, scheint das Team gut umgehen zu können.

„Diesen Druck spüre ich nicht. Wir sind so gut drauf wie in der Vorrunde“, hat Tondo das kleine Tief zu Beginn der Rückrunde mit drei sieglosen Partien abgehakt und vergessen. Für die Begegnung mit dem Spitzenreiter, in der eine VfR-Niederlage wohl das Aus im Rennen um Platz eins bedeuten würde, fordert Tondo spezielle Tugenden ein. „Wir müssen wie im Hinspiel eine gute Mischung aus Geduld und Spielfreude auf den Platz bringen“, sagt der 31-Jährige. Doch mit der Partie am Sonntag ist die Meisterschaft noch lange nicht entschieden. Nur eine Woche später muss der TSV Neckarau zum derzeitigen Tabellenzweiten FC Hochstätt Türkspor. Spannender hätte man das Saisonfinale in der Kreisklasse A II kaum inszenieren können.