Lokalsport Mannheim

Hockey Herren des Mannheimer HC starten optimistisch in die Saison / Ungewissheit bei den Damen

Glaube an die Meisterschaft

Mannheim.Am Wochenende starten die beiden Bundesligateams des Mannheimer Hockeyclubs mit Heimspielen in die Saison. Und schon jetzt steht fest, dass das Final Four um die Deutsche Meisterschaft am 23./24. Mai 2020 auf dem MHC-Gelände stattfindet.

„Wir haben eine Mannschaft beisammen, die Meister werden kann“, sagt Herrentrainer Michael McCann vor den beiden Spielen gegen den Club an der Alster Hamburg (Samstag, 16.15 Uhr) und den UHC Hamburg (Sonntag, 14.15 Uhr). Auf sein Team kommt ein Mammutprogramm zu, inklusive der beiden EHL-Auftritte im Oktober in Barcelona muss sein Team bis zum 20. Oktober 13 Pflichtspiele bestreiten.

Großes Aufgebot

„Unsere Herren haben in den vergangenen Jahren eine große Konstanz gezeigt und ein Platz im Final Four muss daher auch diesmal das Ziel sein“, unterstreicht der Sportliche Leiter Peter Lemmen. Abwehrspieler Philipp Huber empfindet die Gastgeberrolle beim Final Four als „zusätzliche Motivation“.

Allerdings hat beim Vizemeister gerade das Verletzungspech zugeschlagen. Jan-Philipp Fischer (Mittelfußbruch) fällt ebenso länger aus wie Linus Müller (Nasenbeinbruch). „Das macht es jetzt zum Auftakt nicht einfach. Daher bin ich froh, dass wir einen großen Kader haben“, gibt sich McCann dennoch optimistisch, auch weil den beiden Abgängen Max Neumann (Karriereende) und Rob Farrington (Surbiton HC) mit Raphael Hartkopf, Luis Knisel (beide Düsseldorfer HC), Justus Weigand und Benjamin Benzinger (beide Nürnberger HTC) vier Zugänge gegenüberstehen.

Der Damenkader hat vor der neuen Runde sein Gesicht dagegen gehörig verändert. Dazu trugen nicht nur die beiden kurzfristigen Abgänge von Cécile Pieper und Nike Lorenz bei, die sich ebenso wie Camille Nobis dem Ligakonkurrenten Rot-Weiss Köln anschlossen, der schon am Sonntag (12 Uhr) in der MHC-Arena zu Gast ist. Am Samstag (14 Uhr) empfangen die MHC-Damen aber zunächst den Harvestehuder THC aus Hamburg. „Es gilt, sich erst einmal auf das Spiel gegen den HTHC vorzubereiten, bevor wir uns dem Spiel gegen Köln zuwenden“, sagt Trainer Nicklas Benecke.

„Cécile Pieper und Nike Lorenz hatten wirklich gute Verträge bei uns. Vielleicht ist es ganz gut, wenn man jetzt schon so früh aufeinandertrifft“, hält der Sportliche Leiter Peter Lemmen eine rasche Normalisierung der Verhältnisse für sinnvoll. Und Benecke ergänzt: „Die Mannschaft hat sehr gut auf die Situation reagiert und wir haben in der Vorbereitung gegen holländische Top-Clubs gute Ergebnisse erzielt.“ Um das Saisonziel genauer zu formulieren, müsse man erst die Hinrunde abwarten, meint Lemmen.

Neben Pieper, Lorenz und Nobis haben auch Lydia Haase (Dürkheimer HC), Greta Lyer (Karriereende), Emma Förter (Feudenheimer HC), Megan Frazer (Irland), Rachel McCann (Neuseeland) und Alicia Magaz (Spanien) sowie Pia Oldhafer die MHC-Damen verlassen. Wieder zurück am Neckarplatt ist Lucina von der Heyde (Club Atletico River Plate). Agustina Habif (Gimnasia y Esgrima de Buenos Aires) ist dagegen komplett neu und wird nun gemeinsam mit ihrer Schwester Florencia Habif auflaufen.

Neu beim Mannheimer HC sind auch Clara Badia Bogner (Atletic Terrassa) und Verena Neumann (Münchner SC). Merle Knobloch (zurück aus den USA), Naomi Heyn und Hanna Leigh (beide Feudenheimer HC) stehen ebenfalls im Kader, während Maxi Pohl künftig als Standby-Spielerin zur Verfügung steht.

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