Lokalsport Mannheim

Turf Marco Kleins Kitaneso und Exclusive Potion gewinnen / Wüstenlady und Michael Himmelsbachs Mariele auf Platz zwei

Glückliche Lokalmatadore

Archivartikel

Mannheim.Zwei Siege und zwei zweite Plätze für die Lokalmatadore sowie 5000 Besucher: Der Badische Rennverein Mannheim-Seckenheim ist mit dem BMW-Renntag restlos zufrieden. Auch wenn Präsident Holger Schmid angesichts des nahenden Unwetters das neunte Rennen nicht mehr starten ließ.

Doch da hatten drei Pferde des Mannheimer Trainers Marco Klein schon für Furore gesorgt. „Besser hätte es nicht laufen können“, strahlte der Seckenheimer Rennstallbesitzer. Auf einen Sieg von Exclusive Potion im Soho-Turley Cup hatte er gehofft. „Dass aber auch Wüstenlady vorne mitlaufen würde, kam überraschend“, freute er sich über den Doppelsieg im Ausgleich III. „Exclusive Potion kommt immer erst langsam in Fahrt, aber hinten raus explodiert er. Tommy hat genau den richtigen Moment abgepasst“, lobte Klein sowohl den fünfjährigen Wallach, als auch seinen Jockey Tommaso Scardino. „Und Wüstenlady hat endlich einmal auch in einem Rennen ihre Trainingsleistung gezeigt. Sie war heute mit dem Kopf dabei und hatte sichtlich Lust, die anderen zu überholen.“ Doch damit nicht genug, denn im Ausgleich II um den mit 10 000 Euro dotierten Preis der BWW-Niederlassung Mannheim zeigte Kitaneso einmal mehr, was in ihm steckt. Der siebenjährige Wallach, der Hitze gar nicht mag, kam in einer Topform aus seiner Sommerpause. Mit Maike Riehl im Sattel lauerte er auf den 1900 Metern zunächst auf Platz drei, arbeitete sich dann nach vorn, ließ sich im Schlussbogen auch von einem direkt vor ihm gestürzten Konkurrenten nicht irritieren und gewann sicher. „Das war ein ganz starker Ritt“, jubelte Klein.

Ebenfalls Grund zur Freude hatte BRV-Ehrenpräsident Michael Himmelsbach, denn seine neue Stute Mariele überraschte bei ihrem Debüt in einem Jagdrennen mit Platz zwei. „Ich habe bei ihrem ersten Start nicht viel erwartet. Doch sie hat ihr Talent bewiesen“, ist Himmelsbach nun auf die weitere Entwicklung der Siebenjährigen gespannt.

Traditionell finden im Herbst auf der Waldrennbahn zwei Weltmeisterschafts-Läufe des Amateurverbandes Fegentri statt. Beinahe hätte Lilli-Marie Engels im Kampf um die WM-Krone einen herben Rückschlag erlitten, denn der ihr zugeteilte Rock of Cashel konnte nicht starten. Doch weil die 18-jährige aus Warendorf, die in der Rangliste klar führt, anstelle der nicht für die WM nominierten Michelle Blumnauer in den Sattel von Salimera wechseln konnte, hat sie nun ihren ersten Titel schon sicher.

Obwohl die siebenjährige Stute nicht zu den Favoritinnen zählte, landete Engels beinahe einen Start-Ziel-Sieg. Erst auf den letzten Metern zog die im Toto an Nummer eins gewettete Cadmium unter der Schweizerin Naomi Heller vorbei. Doch Platz zwei reichte Engels. Mit nun 212 Punkten und 60 Zählern Vorsprung vor Heller (158) ist ihr bei noch zu vergebenden 60 Punkten Platz eins nicht mehr zu nehmen. Bei den Männern geht es enger zu. Dort rückten Sieger Kevin Braye (Frankreich, 127 P.) auf Giant Grizzly und der Zweitplazierte Spanier Gonzalo Pineda Carmena auf Octavian (119) dicht an den Spitzenreiter Alberto Berton (Italien, 135) heran, der auf Cumbriano Dritter wurde.

Im vorletzten Wertungslauf des Wettstar Junior-Cups Südwest machte die 15-jährige Arabella Vercelli auf der Stute Port du Paradis viel Boden auf die Spitze gut. Die hochtalentierte Schweizerin gewann unangefochten und hielt mit viel Übersicht auch die neun Jahre Alessia-Xavria Cornelius in Schach, als die auf Ramblin Shadow nach der Hälfte der 1900 Meter gefährlich nahe kam.

Im Trakehner-Rennen musste sich Favorit Chello wieder einmal mit Rang zwei begnügen. Mit Chantal Buß im Sattel musste er Bernardo unter Pia Schmid den Vortritt lassen.