Lokalsport Mannheim

VfB Gartenstadt Nach dem Aufstiegsverzicht arbeitet der neue Trainer Peter Brandenburger mit einer verjüngten Mannschaft

Großer Umbruch beim Meister

Mannheim.Die Gelben Bären haben die Krallen an ihren Tatzen geschärft, mit einem veränderten Kader geht der VfB Gartenstadt in die anstehende Spielzeit der Fußball-Verbandsliga. In der vergangenen Saison wurde der VfB Meister, verzichtete aber auf das Startrecht in der Oberliga. Vorrang hatte die Verjüngung der ersten Mannschaft, der Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse erschien den Cluboffiziellen dabei wohl eher hinderlich.

„Der Verein musste im Sommer einen großen Umbruch bewältigen“, sagt auch Trainer Peter Brandenburger, Nachfolger von Erfolgscoach Dirk Jörns. Mit Christian Kuhn, Fabian Feigenbutz, Timo Gebhardt, Andreas Adamek, Marcel Schwöbel wechselten gleich fünf Stammspieler zum Ligarivalen Fortuna Heddesheim und damit zum alten Meister-Trainer.

Viele neue Gesichter

Daniel Zahnleiter ging zu Rot-Weiß Rheinau, Nils Makan zum SV Unter-Abtsteinach und Rene Uhrig, Lukas Cambeis sowie Markus Urban, den zuletzt immer wieder Knieprobleme zu schaffen machten, beendeten ihre aktive Laufbahn. Mit Valon Muja tritt ein Routinier aus beruflichen Gründen kürzer. Macht eine komplette Elf, die Gartenstadt den Rücken gekehrt hat.

Beim Trainingsauftakt sahen die Kiebitze somit viele neue Gesichter. Coach Brandenburger hat dabei von seinem alten Club SV Waldhof II, den er in der vergangenen Saison zum Meistertitel in der Landesliga führte, die Akteure Markus Hawk, Dennis Geisselmann, Suhwan Lee, Darnell Hill und Jonathan Domingos mit an den Anemonenweg gebracht. Der Königstransfers des Sommers des VfB ist Maurice Hirsch, der vom Regionalligameister SV Waldhof kam. Dennis Vogel und Timo Raab wechselten vom VfR Mannheim. Niklas Wenz (SV 98 Schwetzingen), Pasquale Marsal (Wormatia Worms), Nicklas Schneider (1. FC Wiesloch), David Zyprian (SG HD-Kirchheim) sowie Fridolin Höhnle und Pascal Eckert von der Gartenstädter zweiten Mannschaft stehen ebenfalls neu im Kader.

Darnell Hill fällt länger aus

„Ich habe eine junge Mannschaft, die in der Verbandsliga aber sicherlich konkurrenzfähig ist. Dennoch, ich möchte eins klar vorausschicken: Wir werden bestimmt Fehler machen. Eine Spielzeit wie in der vergangenen Saison zu wiederholen, das kann man nicht von uns verlangen“, sagt Brandenburger. Dennoch konnte sich die Testphase sehen lassen. „Die Ergebnisse in der bisherigen Vorbereitung haben gestimmt“ , findet auch der VfB-Coach. Am 11. Juli gelang den Gartenstädtern sogar ein Erfolg über den großen Nachbarn SV Waldhof. Der Verbandsligist schlug den Drittliga-Aufsteiger überraschend mit 2:0.

Weiter gewann der VfB unter anderem auswärts gegen den SV Unter-Flockenbach (3:1) und gegen die Spvgg 06 Ketsch (3:1). Brandeburgers neuformiertes Team geht somit mit breiter Brust in das erste Verbandsliga-Saisonspiel am Samstag zu Hause gegen den Verbandsliga-Mitfavoriten ATSV Mutschelbach.

„Die Liga ist stark, der VfR Mannheim und Fortuna Heddesheim haben aufgerüstet, auch andere Teams haben personell nachgelegt“, sagt Brandenburger mit Blick auf die Konkurrenz. „Wir dagegen müssen uns erst einmal finden, wollen aber natürlich auch jedes Spiel gewinnen. Nur so viel: Es wird sicher kein Team geben, das einen Alleingang schafft.“

Personelle Probleme gibt es allerdings auch schon beim VfB: Stürmer Darnell Hill erlitt einen Blinddarmdurchbruch und musste notoperiert werden. „Er wird uns länger fehlen“, sagt Brandenburger, der auch auf Dennis Vogel (Kreuzbandriss) und Maximilian Albrecht wartet. Das Duo soll aber bald wieder in den regulären Trainingsbetrieb einsteigen. „Wir freuen uns alle auf die nächste Saison, die Verbandsliga ist genau die richtige Spielklasse für uns. Die vielen Derbys – das wird unglaublich spannend“, sagt Brandenburger.

Einen Dämpfer setzte es am Mittwoch mit dem Pokal-Aus beim Landesligisten 1.FC Mühlhausen (1:2).

Zum Thema