Lokalsport Mannheim

Tennis Starke Doppel geben beim 4:2-Erfolg in Gladbach den Ausschlag / Andreas Beck einmal mehr an zwei Punkten für Mannheim beteiligt

Grün-Weiss macht nächsten Schritt zum Vize-Titel

Gladbach.Es hätte eines der wichtigsten Saisonspiele werden können: Das direkte Duell des Tennis-Bundesligisten Grün-Weiss Mannheim mit dem Titelverteidiger, dem Badwerk Gladbacher HTC. Doch letztendlich war es nur ein Spiel, das die Mannheimer dem Vizemeistertitel einen Schritt näher brachte und es Gladbach verwehrte, sich zumindest einen weiteren Zähler vom neunten und damit letzten Tabellenrang zu entfernen. Dass weder für Grün-Weiss nach oben, noch für die Hausherren nach unten eine Veränderung möglich war, stand für Mannheim bereits vor dem 4:2-Erfolg fest, der HTC konnte sich trotz der Niederlage immerhin über den Klassenerhalt freuen.

"Gladbach stand mit vier guten Spielern da, gerade die ersten drei waren vom Papier her stark", sagte Mannheims Teamchef Gerald Marzenell. Entsprechend froh war er über den Sieg: "Hut ab vor der Mannschaft - vor allem nach der Enttäuschung aus der Vorwoche."

Kamke und Beck souverän

Auch die 1120 Tennisfreunde in Gladbach hatten Spaß am Duell der beiden Teams - denn trotz, oder gerade wegen, der geklärten Verhältnisse gelang es den Mannschaften, frei aufzuspielen und schönes Tennis anzubieten. Spannung war dabei inbegriffen: Nachdem der Mannheimer Publikumsliebling Björn Phau im ersten Einzel verlor, glich Daniel Brands im Match-Tiebreak wieder aus. "Da hat er das Glück gehabt, dass ihm letzte Woche gefehlt hat", beschrieb Marzenell.

Im zweiten Durchgang gab es dann zwei klare Angelegenheiten. Tobias Kamke musste sich dem Spanier Adrian Menendez-Maceiras mit 3:6, 2:6 geschlagen geben. Andreas Beck ließ dagegen Aleksandr Nedovyesov, die Nummer 233 der ATP-Weltrangliste, alt aussehen. Der Kasache unterlag dem Schwaben, der nicht mehr auf der Tour spielt, bereits im ersten Satz mit 4:6. Im zweiten kam es dann noch besser für Beck, der 6:1 siegte und für Grün-Weiss zum 2:2 ausglich. "Dieses Ergebnis war eine gute Basis, zumal wir in den Doppeln über die Saison weg sehr gut waren", spekulierte Marzenell schon hier auf mehr als nur ein Unentschieden - und der Teamchef wurde bestätigt.

Nedovyesov bekam an der Seite des Phau-Bezwingers Franko Skugor die Gelegenheit, sich an Beck zu rächen. Doch dieser zeigte auch im Doppel mit Simon Stadler eine exzellente Leistung und sicherte so das 3:2 für Grün-Weiss. Und das Duo Brands/Robin Kern, das gegen Menendez-Maceiras und Jan Satral antreten musste? Die Mannheimer gewannen ebenfalls mit 6:3 und 6:4. "Vor der Partie hätte ich mich auch mit einem Unentschieden zufrieden gegeben", witzelte Marzenell - doch den 4:2-Sieg nahm er natürlich umso lieber zur Kenntnis. msc