Lokalsport Mannheim

Stark im Sport (53) Linus Beckerbauer liebt die Herausforderung mit dem Krummstab und träumt von den großen Turnieren und Titeln

Handball in den Genen, Hockey im Blut

Archivartikel

Mannheim.Wenn es nach der Familientradition gegangen wäre, hätte sich Linus Beckerbauer wohl ganz dem Handball verschrieben. Schließlich waren schon Papa Ronald sowie seine Mutter Heike am Ball. Der 14-Jährige hatte sich in Seckenheim tatsächlich im Spiel Sieben gegen Sieben versucht. Dass der Gymnasiast dann aber doch sein Herz für Hockey entdeckte, lag nicht ausschließlich daran, dass sein 17-jähriger Bruder Lennart ebenfalls beim TSV Mannheim Hockey spielt.

„Mich hat damals ein Freund zum Hockey-Training mitgenommen und es hat mir dort gleich sehr gut gefallen, vor allem unter meinem späteren Trainer Paul Koch, der mittlerweile als Coach bei der SG Rotation Prenzlauer Berg in Berlin arbeitet“, hat Beckerbauer seine einstigen Jugendtrainer trotz der Entfernung nicht aus den Augen verloren. In Sachen Übungsleiter hat es der Teenager beim TSVMH auch weiterhin nicht schlecht getroffen, schließlich wurde er mit den A-Knaben der Schwarz-Weiß-Roten unter Trainer Alexander Vörg im Frühjahr deutscher Vize-Meister im Hallenhockey. Im Finale bei der DM-Endrunde in Nürnberg stand es zwischen dem DSD Düsseldorf und dem TSVMH nach regulärer Spielzeit 1:1, sodass das Penaltyschießen entscheiden musste. Nach diesem Nervenkrimi hatten die Rheinländer die Nase am Ende knapp mit 7:6 vorne. „Ich war mit dem TSVMH schon zweimal Meister im Hockeyverband Baden-Württemberg, aber natürlich will man auch gerne mal einen großen Titel holen“, hat Beckerbauer in Sachen Hockey weiter Lust auf mehr.

Auch mit der U-14-Landesauswahl verpasste der 14-Jährige im Juni beim Hans-Jürgen-Pabst-Länderpokalturnier in Wiesbaden den Siegerpokal nur denkbar knapp, als sich die HBW-Auswahl im Endspiel der Vertretung Bayerns mit 1:2 geschlagen geben musste. Seine angestammte Mannschaft beim TSVMH sind zwar die nun von Philip Pieper trainierten A-Knaben, doch auch die männliche B-Jugend der Schwarz-Weiß-Roten greift bei Bedarf bereits auf die Dienste des jungen Mittelfeldspielers zurück. Einen ersten Sichtungslehrgang der deutschen U-16-Nationalmannschaft auf der Anlage des Mannheimer HC hat der 14-Jährige auch schon hinter sich.

Die ersten Schritte in der Karriere sind also getan, aber das soll es nicht gewesen sein. „Später mal für die 1. Herren des TSVMH zu spielen, denen ich die Daumen für den Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga drücke, mal in Indien in der Hockey India League in den vollen Stadien aufzulaufen und natürlich bei Olympia dabei sein, das sind meine großen Träume“, sagt Beckerbauer.

Im nächsten Teil lesen Sie über eine, die den Rhythmus im Blut hat.