Lokalsport Mannheim

Faustball Bundesligist ist am 16./17. März Ausrichter der Deutschen Hallen-Meisterschaft und peilt nach Silber im Vorjahr erneut eine Medaille an

Heiße Käfertaler wollen wieder aufs Treppchen

Mannheim.Im Ausrichten von sportlichen Großereignissen haben die Verantwortlichen des Faustball-Bundesligisten TV Käfertal jede Menge Erfahrung. Egal, ob europäischer Champions-Cup, U-21-EM oder Lehrgang der Nationalmannschaft: Die Funktionäre in den Verbänden wissen, dass auf den TVK-Vorsitzenden Jörg Trinemeier und dessen Organisationsteam Verlass ist – und vergeben ihre Veranstaltungen gerne in die Quadratestadt.

Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass die Mannheimer am 16. und 17. März zum zweiten Mal in Folge Ausrichter der Deutschen Hallen-Faustballmeisterschaft der Herren sind. „Wir wollen als Verein zeigen, dass wir so ein Ereignis gut über die Bühne kriegen können“, betont Trinemeier, der allerdings zugibt, „ein bisschen kalt erwischt“ worden zu sein. Denn normalerweise wechselt der Austragungsort der „Deutschen“ von Jahr zu Jahr. Nach zwei Absagen potenzieller Ausrichter standen die Vertreter der Deutschen Faustball-Liga (DFBL) um Präsident Ulrich Meiners aber plötzlich ohne Halle da – und fragten kurzerhand bei Trinemeier an, ob sich der TVK noch einmal die Rolle des Gastgebers vorstellen könne. „Normalerweise ist so etwas nur alle zwei oder drei Jahre machbar“, gibt der Clubchef zu und verweist auf den hohen ehrenamtlichen Aufwand mit über 130 Helfern. Doch der Verein steht hinter der DM: „Jetzt freuen wir uns, dass es bald losgeht.“

Rund 2500 Zuschauer kamen 2018 zu dem zweitägigen Faustball-Fest in die GBG Halle. Überraschend zog der TVK bis ins Finale ein und musste sich erst dort dem VfK Berlin geschlagen geben. „Diesmal haben uns alle auf dem Zettel“, glaubt Spielführer Dominik Mondl und verspricht: „Wir werden alles in die Waagschale werfen.“ Dass sich die Mannheimer als amtierender Vizemeister nicht wesentlich verschlechtern wollen, versteht sich von selbst. „Die Mannschaft wird sich top präsentieren. Sie ist so eingestellt, dass sie immer gewinnen will“, erklärt Trainer Leo Goth und fügt an: „Wenn wir wieder aufs Treppchen kommen, wäre es ein großer Erfolg.“ Anders als im vergangenen Jahr gibt es diesmal in Mannheim mit dem TSV Pfungstadt einen Topfavoriten. Die Hessen haben nicht nur in der Liga einen Lauf – sondern mit dem 1,99-Meter-Hünen Patrick Thomas auch einen überragenden Angreifer in ihren Reihen, der mit seiner individuellen Klasse jedes Spiel alleine entscheiden kann. Thomas, der sämtliche nationalen und internationalen Titel errungen hat, die es im Faustball zu gewinnen gibt, fehlte 2018 verletzungsbedingt.

Pfungstadt in Favoritenrolle

Im Eröffnungsspiel kommt es direkt zum Derby zwischen Käfertal und Pfungstadt. Angst haben die Mannheimer vor diesem Duell nicht. „Pfungstadt weiß, dass wir sie wahrscheinlich als einzige Mannschaft ärgern können“, ist Kapitän Mondl überzeugt. Ganze sieben Sätze musste der TSV bislang in dieser Runde abgeben – allein vier davon gegen Käfertal.

Schwer einzuschätzen sind die (möglichen) DM-Teilnehmer aus dem Norden. Nur der Ahlhorner SV hat bereits das Ticket für Mannheim gelöst. Drei andere Teams kämpfen noch um die Plätze zwei und drei – darunter auch Titelverteidiger und Käfertal-Bezwinger VfK Berlin.