Lokalsport Mannheim

Höhepunkt auf der Waldrennbahn zum Abschluss

Archivartikel

Mannheim.Der letzte Galopp-Renntag in Seckenheim lockt am Samstag noch einmal mit einem richtigen Knüller. Höhepunkt auf der Waldrennbahn ist der mit stolzen 22 500 Euro dotierte Ausgleich I um den B.A.U.-Preis (Start 15.15 Uhr). Die Ausschreibung für Pferde auf dem Sprung in die Grand-Prix-Klasse ist für viele der großen deutschen Ställe äußerst attraktiv.

Der Ausgang ist dagegen völlig offen, denn alle acht Starter bringen eine sehr gute Form mit. Wenn die Mannheimer Trainer im Hauptereignis auch keine eigenen Pferde an den Ablauf bringen, so ist mit Tommaso Scardino, Stall-Jockey bei Marco Klein, dennoch ein Lokalmatador dabei: Er reitet Lucky Lips aus dem Krefelder Quartier von Mario Hofer. Doch an Lokalkolorit wird es beim in entsprechender Atmosphäre ausgestalteten Oktoberfest-Renntag nicht fehlen, denn Klein ist mit zehn Galoppern vertreten, Horst Rudolph mit vier, dazu kommt noch Kashani von Stephan Buchner. Der Präsident des Badischen Rennvereins Mannheim-Seckenheim ist sehr überrascht, dass sein sechsjähriger Wallach im Ausgleich IV um den Weisenburger Preis (13.30 Uhr) in den Vorwetten unter den ersten Drei gehandelt wird.

„Von mir stammt die Einschätzung nicht, ich bin froh, wenn er unter die ersten Fünf läuft. Doch die lange Distanz könnte ihm entgegenkommen“, ist Buchner gespannt, wie Kashani erstmals die 3100 Meter meistert. Auch für Kleins Bergadler und Rudolphs Anni Domani ist die Strecke eine Premiere.

Aus Mannheimer Sicht besonders interessant ist der Ausgleich III um den Preis der VR Bank Kur- und Rheinpfalz (14.05 Uhr), denn hier messen sich drei Klein-Galopper mit Rudolphs Pissarro. „Ich weiß nicht, was mit ihm los ist, in Baden-Baden hat er enttäuscht“, kann Rudolph seinen so oft erfolgreichen achtjährigen Wallach derzeit überhaupt nicht einordnen. „Es wird sein letztes Rennen, danach macht er eine Pause bis zum Frühjahr.“

Zwölf Starter beim Ausgleich IV

Ganz anders ist die Stimmungslage bei Klein: „Kitaneso hat sich wieder sehr gesteigert, es ist sein Wetter. Auch wenn er ein hohes Gewicht trägt, sollte eine Platzierung drin sein.“ Mehr erwartet er vom vierjährigen Earl, den die Mannheimerin Gabriele Gaul als Sohn ihrer Stute Erricarow selbst gezogen hat. „Earl ist meine heimliche Sieghoffnung“, gesteht der Trainer.

Mit zwölf Galoppern weist der Ausgleich IV über 1900 Meter (14.40 Uhr) das größte Starterfeld auf, mit dabei sind Ignaz und Platin Lover aus dem Klein-Stall sowie Furous und Sarayu von Horst Rudolph. „Beide haben gut trainiert, ich habe Hoffnung“, sagt er. Mit der Vorbereitung seiner Pferde ist auch Klein sehr zufrieden. „Ignaz gefällt mir wieder richtig gut, er trägt auch wieder unter 60 kg. Und Platin Lover hat super gearbeitet. Wenn er den Start nicht verschläft, ist er vorne dabei.“

Während seine Sansa Stark im Rennen der dreijährigen Sieglosen um den Dreßler-Bau-Preis (15.50 Uhr) vor allem lernen soll, hält er Indian Soldier schon für so gut, „dass er im Endkampf dabei ist. Für beide ist es erst das dritte Renen ihres Lebens.“ Gleich zum Auftakt um 13 Uhr schickt Klein im Eastsite-Handwerker-Preis Thunder Light auf die 2500 Meter und sieht die Stute auf Rang zwei oder drei. Das letzte Rennen wird um 16.50 Uhr gestartet. (Sibylle Dornseiff)

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