Lokalsport Mannheim

Handball-Badenliga Heddesheim und Wiesloch feiern

Im grenzenlosen Jubel vereint

Archivartikel

Heddesheim.Nach 18 Siegen in Folge hat es die SG Heddesheim doch noch einmal erwischt: Im letzten Saisonspiel der Handball-Badenliga unterlag der Meister dem Tabellenzweiten und Relegationsteilnehmer TSG Wiesloch mit 28:33 (14:14). Aber diese Niederlage schmerzt im Lager der SGH niemanden: Im Anschluss wurde die Meisterschaft gefeiert, die bereits eine Woche zuvor in trockene Tücher gebracht wurde.

Vor dem Spitzenspiel, in dem es nur für die Gäste noch um etwas ging, und in dem die Heddesheimer einige angeschlagene Spieler schonten, wurden zwei Akteure verabschiedet: Dymal Kernaya wechselt zum TSV Amicitia Viernheim, das Ziel von Tobias Seel ist noch nicht bekannt. „Es ist immer schade, wenn uns Spieler verlassen“, meinte Thomas Schmid von der Sportlichen Leitung der SGH. Die beiden Abgänge zeigten gegen Wiesloch auch noch einmal, was sie können und markierten jeweils neun Treffer.

Der Meister wurde kalt erwischt, lag nach sechs Minuten 0:3 zurück, erst nach dem 4:8 berappelte sich das Team von Trainer Martin Doll und schaffte beim 10:10 den Ausgleich. Im zweiten Abschnitt zeigte Heddesheim Kampfgeist, aber es wurde mehr und mehr deutlich, dass ein paar Körner nach der langen Saison fehlen. Als Wiesloch, das mit einem Sieg die letzten Zweifel an der Vize-Meisterschaft beseitigen wollten, neun Minuten vor dem Ende das 28:22 markierte, was die Messe gelesen. Nach der Schlusssirene durften wieder beide Teams jubeln: die SGH über den Titel, Wiesloch über die Vize-Meisterschaft. „Ich habe seit Wochen immer wieder darauf gewartet, dass unsere Serie reißt. Es wurde ja schon unheimlich. Vielleicht nimmt diese Niederlage sogar etwas Druck von unserer Mannschaft mit Blick auf die nächste Runde“, sagte Schmid, ehe in der Nordbadenhalle noch einmal die gesamte Handball-Abteilung auf eine – nicht nur beim Männerteam – erfolgreiche Saison anstieß.

TV Friedrichsfeld – Birkenau 29:35

Trotz Niederlage feierte der TV Friedrichsfeld einen gelungenen Rundenabschluss gegen den Rivalen aus dem Odenwald. Die Fans in der Lilli-Gräber-Halle sahen eine kämpferisch starke Mannschaft des TVF, die mit einer ähnlichen Einstellung sicherlich mehr Punkte eingefahren hätte als die 14, die zu einem mageren vorletzten Platz reichten.

Nach einem Blitzstart führte Friedrichsfeld mit 7:3 (10.) und lag auch beim 12:7 (17.) klar vorne. Doch schon bis zur Pause schmolz der Vorsprung auf einen Treffer. Im ersten Angriff nach dem Seitenwechsel gelang Birkenau der Ausgleich, die Odenwälder übernahmen die Führung und bauten sie auf 22:19 (40.) aus. Friedrichsfeld stemmte sich gegen die drohende Niederlage, war beim 25:27 (49.) und 28:31 (56.) immer noch in Schlagdistanz, ehe der Favorit mit zwei schnellen Treffern zum 33:28 für die Entscheidung sorgte.