Lokalsport Mannheim

Judo Heidelberg/Mannheim holt ersten Bundesliga-Punkt

Im Oberhaus angekommen

Archivartikel

Offenbach.Die Judo-Fighters Rhein-Neckar haben mit viel Einsatz und Kampfeswillen in der 1. Bundesliga den ersten Punkt geholt. Bei Mitaufsteiger Samurai Offenbach drehten die Kurpfälzer einen 2:5-Rückstand noch in ein 7:7 und bejubelten das Remis wie einen Sieg.

Das Judoteam Heidelberg/Mannheim wollte beim Tabellenschlusslicht unbedingt etwas reißen, um im Kampf um den Klassenerhalt nicht abgehängt zu werden. Aber nach Niederlagen von Dennis Klein (-73 kg), Finn Seeger (-81 kg), Sascha Barth (+100 kg), Felix Stasch (-66 kg) und Jannis Hilll (-100 kg) sowie nur zwei Erfolgen von Tobias Diehl (-90 kg) und Jan Mollet (-60 kg) im ersten Durchgang sah es für die Rückrunde gar nicht gut aus. Doch bei den vom Regelwerk verlangten drei Umbesetzungen der Gewichtsklassen hatten die Trainer Carmen Bruckmann und Stefan Saueressig ein glückliches Händchen: Pascal Bruckmann (-73 kg) und Jannis Hill (-73 kg) läuteten die Aufholjagd ein und verkürzten auf 5:4, doch Mirco Ohl (+100 kg) verlor (6:4). Jonas Mollet (-66 kg) gelang das 6:5, aber nach Diehls zweitem Kampf stand es wieder 7:5 für Offenbach. Seeger, diesmal in -100 kg eingesetzt, brachte die Halle zum Brodeln, denn in der Verlängerung erkämpfte er das 7:6. Nun lag es in den Händen von Jan Mollet (-60 kg), sein Team ins Glück zu stürzen. Doch weil sein Gegner kampflos aufgab, musste er gar nicht mehr selbst auf die Matte.

„Aufgeben ist keine Option“

„Nach dem 2:5 Rückstand hätte kaum einer geglaubt, dass wir noch einen Blumentopf gewinnen. Aber wir haben gezeigt, dass Aufgeben keine Option ist“, war Coach Saueressig stolz. Seine Kollegin Bruckmann ergänzte: „Wir haben gezeigt, dass wir jetzt auch mit einem deutlichen Rückstand umgehen können. Das Team hat sich konzentriert, ein unglaubliches Unentschieden geholt und bewiesen, dass wir in der 1. Liga angekommen sind und es verdient haben, auch dort zu bleiben“, vergaß sie auch die Kämpfer nicht, die vom Mattenrand aus ihren Beitrag zum Remis leisteten.

An Tabellenplatz acht vor Offenbach (9.) hat sich nichts geändert, weil auch Speyer (7.) den ersten Punkt gewann. Am 26. Mai empfangen die Rhein-Neckar-Fighters den Zweiten TSV Abensberg, der fünf Zähler auf dem Konto hat (18 Uhr, Eppelheim, Capri Sonne Arena, Justus-von-Liebig Str. 9). sd