Lokalsport Mannheim

Tennis Grün-Weiss-Spieler schlägt in Nußloch auf

Jeremy Jahn sprüht vor Tatendrang

Nußloch.Turnierdirektor Matthias Zimmermann hat allen Grund, zufrieden zu sein. Für den am Sonntag mit der Qualifikation beginnenden MLP Cup im Racket Center Nußloch steht ein interessantes Teilnehmerfeld bereit. Bei der 17. Auflage der Internationalen Herrentennismeisterschaften der Metropolregion Rhein-Neckar duellieren sich mit Start der Hauptrunde am Dienstag 32 Spieler um Weltranglistenpunkte und ein Preisgeld von 25 000 US-Dollar.

Die Teilnahme des amtierenden deutschen Hallenmeisters Daniel Masur bezeichnet Zimmermann als „tolle Geschichte“. Die erneute Zusage des 32-jährigen Belgiers Ruben Bemelmans, der schon als junger Spieler in Nußloch aufschlug und treuer Begleiter des Turniers ist, als „echtes Pfund“. Bemelmans gewann 2015 den MLP Cup und gilt seither als Sympathieträger.

Zudem dürfen sich die Zuschauer auf Grün-Weiss-Meisterspieler Jeremy Jahn freuen, der neben dem letztjährigen Finalisten Peter Heller zum engeren Favoritenkreis zählt. „Mit dem schnellen Teppichboden haben wir einen außergewöhnlichen Turnierbelag, daher sind Prognosen schwierig“, kalkuliert Zimmermann aus Erfahrung Überraschungen im Turnierverlauf mit ein.

Rückenprobleme überwunden

Für Jahn, der als fester Bestandteil des Bundesliga-Teams eine wichtige Rolle im erfolgreichen Kampf der Mannheimer um die Meisterschaft 2019 einnahm, kommt der MLP Cup zur richtigen Zeit. Nach einer Verletzungspause aufgrund von Rückenproblemen Ende des vergangenen Jahres hofft er auf einen guten Start ins neue Tennisjahr. Da die Probleme zum wiederholten Male auftraten, nahm sich Jahn diesmal ausreichend Zeit zur Regeneration. Trotz der dadurch etwas verkürzten Vorbereitungszeit ist der 29-Jährige voller Tatendrang. „Ich bin wieder bereit, Turniere zu bestreiten. Ich möchte in einen Rhythmus finden. Vor allem ist wichtig, dass der Körper wieder alles mitmacht“, fiebert der auf Platz 282 der Weltrangliste stehende Jahn seinem Saisonauftakt entgegen. „Das Teilnehmerfeld schätze ist sehr stark ein, es sind viele gute Spieler dabei. Bemelmans stand jahrelang unter den Top 100“, sagt Jahn, der zunächst einmal von Runde zu Runde denkt.

Auf dem blauen Teppich unter dem Hallendach wird von den Spielern vor allem ein gutes Aufschlag-und Returnspiel verlangt. „Die Punkte werden sehr schnell gespielt, man bekommt wenig Rhythmus. Ich kann aber auch gut auf schnellen Belägen spielen und freue mich auf die Herausforderung“, nimmt Jahn, der seine Stärken vermehrt auf Sandplatz sieht, die etwas ungewohnten Bedingungen an. Eine Teilnahme an der gleichzeitig stattfindenden Doppelkonkurrenz hat Jahn aus Rücksicht auf seinen Rücken gestrichen. „Ich hatte aber eine Menge Anfragen bekommen“, muss der hervorragende Doppelspieler schmunzeln.

Letzte Wildcard offen

Eine letzte Wildcard fürs Einzel behält sich Zimmermann zudem noch in der Hinterhand für einen Spieler, der nach dem Ausscheiden bei der Australian-Open-Qualifikation nach Deutschland zurückkehrt und kurzfristig in Nußloch dabei sein will.

Wer sich unter den Freizeitspielern die einmalige Chance auf einen Einsatz vor großem Publikum am Finaltag nicht entgehen lassen möchte, hat bei dem kuriosen „Ein-Punkt-Turnier“-Wettbewerb die Möglichkeit, selbst auf dem Center Court aufzuschlagen und sich mit nur wenigen Ballwechseln den Turniersieg zu sichern. Die Teilnahmegebühr geht dabei zugunsten einer karitativen Einrichtung.

Eine rege Beteiligung am Wettbewerb würde die bereits gute Gemütslage bei Organisator Zimmermann weiter steigern.

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