Lokalsport Mannheim

Hockey Mannheimer Teams mit unterschiedlicher Gemütslage

Jubel beim MHC, Frust beim TSVMH

Archivartikel

Hamburg.Die Emotionen bei den beiden Mannheimer Mannschaften in der Feldhockey-Bundesliga hätten nach den Auftritten in Hamburg kaum unterschiedlicher sein können. Während bei den Herren des TSV Mannheim Hockey nach der 2:5 (1:3)-Schlappe im Aufsteigerduell beim Großflottbeker THGC Ernüchterung vorherrschte, fühlte sich für den MHC das 3:3 (1:2) beim Harvestehuder THC wie ein Sieg an.

Bis drei Minuten vor Schluss lag der MHC noch mit 1:3 hinten, ehe Lucas Vila (58.) und Gonzalo Peillat mit einer Strafecke (60.) noch den umjubelten 3:3-Ausgleich markierten. „Die Jungs haben sich diesen Punkt verdient. Wir haben gut gespielt und gut verteidigt und bis zum Schluss an uns geglaubt“, lobte Trainer Michael McCann sein Team, das in den 60 Minuten durchaus auch den Sieg hätte holen können. „Wir hatten genug Chancen, um hier erfolgreich zu sein, allerdings hat auch der HTHC ein richtig gutes Spiel gemacht“, sah der Australier das nötige Quäntchen Glück nicht auf MHC-Seite. So ging der HTHC schon nach fünf Minuten durch Michael Körper in Führung, Florian Steyrer (13./Strafecke) legte das 2:0 nach. Peillat (17./Strafecke) verkürzte. Als allerdings erneut Körper mit dem 3:1 den alten Abstand wieder herstellte (55.), schienen die Hausherren auf der Siegerstraße zu sein – die argentinischen Olympiasieger Vila und Peillat hatten aber etwas dagegen.

„Es gibt nichts zu beschönigen“

„Unsere Leistung war extrem schlecht, es gibt nichts zu beschönigen“, konnte sich TSVMH-Trainer Alexander Vörg den Totalausfall seines Teams beim 2:5 in Großflottbek nicht erklären. „Wir waren in allen Mannschaftsteilen schlecht. Mit so einer Leistung wie heute wird es für uns nicht für den Klassenerhalt reichen“, betonte Vörg. Der Coach hatte nach dem recht unbefriedigenden vergangenen Doppelspielwochenende eigentlich eine Leistungssteigerung seiner Mannschaft erwartet – und wurde bitter enttäuscht.

Maximilian Baumgardt (5.) und Eliot Hibell (9.) brachten den GTHGC mit 2:0 in Führung. Aki Käppeler verkürzte für den TSVMH auf 1:2 (18./Strafecke). Das war unterm Strich nur ein Strohfeuer, denn mit zwei Strafeckentoren baute erneut Hibell (23./38.) den Vorsprung auf 4:1 aus. Zwar verkürzte Fabio Bernhardt auf 2:4 (53.), und der GTHGC ließ einen Siebenmeter ungenutzt, doch das letzte Tor der Partie war den Hanseaten in Person von Paul Smith (57.) vorbehalten. 

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