Lokalsport Mannheim

Handball-Badenliga Zurückhaltung beim TV Friedrichsfeld / TSVA Viernheim startet mit Derby

Klassenerhalt das Ziel

Viernheim.Gleich mit einem Derby gegen den ambitionierten TSV Birkenau starten die Handballer des TSV Amicitia Viernheim am Samstagabend in die neue Saison der Handball-Badenliga: „Das ist natürlich gleich eine Hausnummer“, sagt der Viernheimer Trainer Frank Herbert respektvoll: „Wir bekommen es mit unserer deutlich verjüngten Mannschaft mit einer erfahrenen Truppe zu tun. Aber wir sind gut drauf und brennen darauf, dass es endlich los geht.“

Herbert hat sein runderneuertes Team in einer langen Vorbereitung geformt. Ursprünglich hatte er das Saisonziel Platz eins bis drei ausgegeben, doch nachdem klar ist, dass Spielmacher Holger Hubert mit Bandscheibenproblemen länger ausfällt, sieht er das etwas problematisch. „Klar ist, dass wir oben mitmischen wollen“, so Herbert.

Fünf neue Spieler des TSV Amicitia kommen aus der A-Jugend, mit Dymal Kernaja (Heddesheim), Raul Lazaro Garcia (Leutershausen) und Robin Helbig (Birkenau) wurden aber auch junge, erfahrene Spieler geholt. Auch Trainersohn Julius Herbert, zuvor bei der SG Nußloch am Ball, zählt zu den wichtigen Verpflichtungen.

Ein Glücksfall war Pal Nedyeri. Der 20-jährige Ungar suchte einen Verein in der Nähe des Arbeitsplatzes seines Vaters und entschied sich für die Südhessen. „Er kann Linksaußen und Rückraum Mitte spielen, ist technisch sehr gut ausgebildet“, lobt Herbert. Mit Tobias Seel, der nach Viernheim zurückkehrt, hat sich noch eine weitere Personalie ergeben. Er soll in erster Linie auf Rechtsaußen zum Einsatz kommen.

Zum Saisonstart wird neben Holger Hubert auch Nils Nasgowitz (Urlaub) fehlen. Ob er überhaupt bleiben kann, hängt davon ab, wo er ab Oktober studieren wird. Unsicher ist der Einsatz von Julius Herbert, der am Sprunggelenk verletzt ist.

Nur zwei Neuzugänge

Um den Klassenerhalt wird es in dieser Saison beim TV Friedrichsfeld gehen. Die Trainer Marco Dubois und Sebastian Schubert, der für Björn Erny nachrückt, müssen die Abgänge der Leistungsträger Tom Stiepani, Kevin Urban, Tim Scheuermann, Pascal Maas und Marlon Lierz kompensieren. Mit Julian Doppler (VTV Mundenheim) und Daniel Schweizer (TV Bammental) wurden nur zwei Akteure verpflichtet, die allerdings viel Qualität mitbringen. „Nachdem wir zu Beginn der letzten Saison ein sehr ambitioniertes Ziel ausgerufen hatten und vorne mitmischen wollten, möchten wir die neue Runde etwas zurückhaltender angehen“, erklärt Marco Dubois. „Ziel ist es, früh nichts mehr mit dem Abstieg zu tun zu bekommen.“ Seit Ende Juni hat das Trainergespann das Team zur Vorbereitung gebeten und war mit Einsatz und Beteiligung sehr zufrieden. „Die Stimmung ist gut“, betont Dubois.

Mit der SG Heidelsheim/Helmsheim kommt am Samstag nach Ansicht von Dubois einer der Meisterschaftsfavoriten in die Lilli-Gräber-Halle. Dazu zählen für den Trainer neben Heidelsheim auch Neuenbürg und Viernheim. me