Lokalsport Mannheim

Fußball SVS-Präsident stärkt den Coach / Am Sonntag in St. Pauli

Kocak genießt weiter Vertrauen

Archivartikel

Sandhausen.Trotz des Fehlstarts hat Präsident Jürgen Machmeier vom SV Sandhausen Trainer Kenan Kocak das Vertrauen ausgesprochen. „Es zeichnet den SV Sandhausen aus, dass wir gerade in schweren Zeiten enger zusammenrücken“, sagte Machmeier. Vor dem Auftritt beim FC St. Pauli am Sonntag (13.30 Uhr) hat der SVS nur fünf Punkte aus acht Saisonspielen geholt und ist 16. der 2. Fußball-Bundesliga. „Ich bin zu hundert Prozent davon überzeugt, dass wir am Ende der Runde nicht mehr auf einem Abstiegsplatz stehen werden“, sagte Kocak.

Der 37-Jährige bangt vor dem Auswärtsspiel beim Tabellensechsten allerdings um den isländischen WM-Teilnehmer Rurik Gislason, der muskuläre Probleme hat, und hat zudem weitere Personalsorgen. Leart Paqarada kehrt zwar auf die Position des Linksverteidigers zurück, Philipp Förster wird dagegen wegen einer Schambein-Entzündung voraussichtlich weiter ausfallen.

Kocak muss in Hamburg auch auf den erkrankten Ex-Waldhöfer Marcel Seegert und Erik Zenga verzichten, der sich eine Zerrung zugezogen hat. Mit den Langzeit-Verletzten Nejmeddin Daghfous, Marcel Schuhen, Tim Knipping und Ken Gipson ist in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen.

Dennoch erwartet Kocak eine Trotzreaktion. „Bei der 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Magdeburg hatten wir einen rabenschwarzen Tag. Es war das schlechteste Spiel, seit ich Trainer in Sandhausen bin“, sagte der Coach, der im Sommer 2016 vom SV Waldhof an den Hardtwald gekommen war.

Beim den nächsten Gegner, den FC St. Pauli, hofft Kocak auf einen Befreiungsschlag. Die Hamburger haben eine „sehr gute Mannschaft mit hoher individueller Klasse, die in den letzten Spielen Siege gegen Ingolstadt und Paderborn und einen Punkt beim HSV erkämpft hat“, weiß der Coach. „Mit den Fans im Rücken wird das am Sonntag ein Hexenkessel, auf den wir uns aber freuen. Wir haben einen Plan und den wollen wir durchziehen, um am Ende drei Punkte mitzunehmen.“

Sandhausens Innenverteidiger Markus Karl dürfte sich besonders auf die Partie freuen. Der Defensivspezialist hat in seiner Karriere gegen keinen Gegner öfter getroffen und gegen St. Pauli schon drei Tore auf der Habenseite. dpa/sz (Bild: dpa)