Lokalsport Mannheim

Fußball-Kreisliga Aufsteiger FV Ladenburg sucht die Balance

Krisensitzung zeigt Wirkung

Archivartikel

Mannheim.Nach einer Krisensitzung zeigt der FV 03 Ladenburg inzwischen seine Kreisligatauglichkeit. Noch zum Saisonstart kassierte der Aufsteiger zwei heftige Niederlagen gegen Lindenhof (1:5) und Viernheim (0:6), dann kam es zur sachlichen Diskussion zwischen Team und Trainer. „Wir haben uns nach der Viernheim-Pleite eine Stunde in der Kabine zusammengesetzt. Dort wurde dann alles offen und ehrlich angesprochen, auch ich habe taktische Fehler zum Saisonbeginn gemacht. Die Spieler haben erklärt, was aus ihrer Sicht zu verbessern ist und ich habe erläutert, was ich von jedem Einzelnen erwarte“, erklärt FV-Coach Jörg Höpfner.

Der 46-Jährige führte die Römerstädter in der letzten Saison zum Aufstieg, nach der Aussprache platzte auch der Knoten in der Kreisliga. Es folgten Siege gegen Gartenstadt (4:2) und Hemsbach (9:3), zuletzt ein überraschender Punktgewinn gegen Rot-Weiß Rheinau (2:2). „Wir haben jetzt gezeigt, dass wir in der Liga mithalten können. Ich bin überzeugt, dass wir am Ende über dem Strich stehen werden“, sagt Höpfner, der vor der Saison viele neue Spieler integrieren musste.

Schon 18 Gegentreffer

Der wohl größte Verlust im Team der Ladenburger: Stürmer Vittorio Cammilleri. Mit 48 Toren schoss er den FV zum Aufstieg, wechselte dann nach Ilvesheim. „Wir haben vor allem in den ersten beiden Spielen viele Chancen liegen lassen, das ist aber nicht allein auf den Abgang von Vito zurückzuführen. Wir haben mit Lars Leonhard und Felix Schreckenberger sehr gute neue Offensivkräfte. Insgesamt muss sich das Team aber noch finden“, weiß der Coach.

Schon in der vergangenen Aufstiegssaison wurde schnell klar: Trainer Höpfner lässt sein Team offensiv antreten. So erzielte der FV starke 100 Tore, kassierte aber auch viele Gegentreffer: „Ich war früher selbst Stürmer und habe es geliebt, Tore zu schießen. So lasse ich auch meine Mannschaft spielen. Wir müssen aber natürlich weiter an unserer Defensive arbeiten. In fünf Kreisligaspielen haben wir 18 Gegentreffer gefangen, das ist extrem viel und das gilt es jetzt zügig zu verbessern“.

Am Sonntag versuchen die Ladenburger gegen den Tabellenzweiten Lützelsachen den Kasten sauber zu halten. „Das ist kein Gegner, bei dem wir sicher drei Punkte einplanen. Wir haben aber auch gegen Rheinau bewiesen, dass wir die Topteams durchaus ärgern können“, hofft Höpfner auf den nächsten Schritt. bah

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