Lokalsport Mannheim

Ringen Schriesheim holt sich den nordbadischen Pokal / Wettbewerb auf der Kippe

KSV erfüllt Favoritenrolle

Schriesheim.Der KSV Schriesheim ist im Finale des nordbadischen Ringerpokals seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hat auf heimischer Matte den Oberligisten KG Laudenbach/Sulzbach mit 19:8 bezwungen. Damit haben die Schriesheimer ihren Vorjahreserfolg wiederholt und den Pokalwettbewerb zum vierten Male seit 2011 für sich entschieden.

Wenngleich auch die Gäste aus Laudenbach den ersten Kampf - KSV-Athlet Jerome Mücke bezog gegen Felix Fleischhauer eine Schulterniederlage - für sich entschieden, waren die Weichen für die Schriesheimer früh gestellt: So setzte sich Marcus Plodek trotz 29 kg Gewichtsnachteilen mit 4:0 gegen Frank Gerhard durch, und auch der wieder genesene Rene Jünger hatte beim 16:0 gegen Marco Bechtel für den KSV gepunktet. Als dann noch Alexander Hirth mit 4:1 den anfänglichen Rückstand gegen Tim Scheid aufgeholt hatte, war zur Pause bei einer 8:4-Führung Schriesheims Sieg abzusehen. Die KSV-Neuzugänge Cheyhun Zaidov und Shamil Ustaev sowie der junge Afghane Rhamatullah Moradi sorgten dann mit Punkterfolgen für die Entscheidung. Hochklassig war der Kampf von Moradi, der 19-Jährige schlug immerhin den deutschen Vizemeister Arkadiusz Böhm mit 8:0 Punkten.

Ob der Nordbadische Ringer-Verband im kommenden Jahr den Pokalwettbewerb weiterführt, muss mit Blick auf die Resonanz der Vereine abgewartet werden. In diesem Jahr hatten sich lediglich acht Teams an der Pokal-Runde beteiligt. Zum Vergleich: In der kommenden Punkterunde werden 40 Mannschaften aus 23 Vereinen die Punktekämpfe aufnehmen. Das Desinteresse am Pokal war nun augenfällig, 2013 hatten sich noch 18 Teams beteiligt.