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Handball, 3. Liga 33:34 beim HC Elbflorenz Dresden

Lange Reise lähmt die SGL

Archivartikel

Dresden.Benjamin Gärtner brachte es auf den Punkt. „Das war ein ganz komisches Spiel“, sagte der Torhüter der SG Leutershausen, als er kurz nach dem Abpfiff auf dem hochmodernen Hallenboden der Dresdner BallsportArena stand und enttäuscht einen Schluck aus der Wasserflasche nahm. Gerade hatten die Drittliga-Handballer von der Bergstraße das Auswärtsspiel, das mit über 500 Kilometern die weiteste Anreise der Saison erforderte, mit 33:34 gegen den HC Elbflorenz Dresden II verloren. Es war ein bitterer Abend.

Schließlich hatten sich die Roten Teufel, bevor sie sich auf den Weg in Deutschlands Osten machten, einiges vorgenommen und eben gerade vor den Dingen gewarnt, die letztendlich eingetroffen sind. Man wollte die lange Busreise gut überstehen und von Anfang an hellwach in die Begegnung gehen, die man zumindest auf dem Papier als Favorit bestritt. „Genau diese lange Anreise hat uns zu schaffen gemacht“, sagte Torhüter Alexander Hübe: „Wir waren nicht voll da und haben Elbflorenz so ins Spiel kommen lassen.“

Frech und mit viel Tempo agierten die Hausherren von Beginn an. Die Roten Teufel waren in der Defensive überfordert, was zur Folge hatte, dass fast jede Angriffsaktion der Dresdner gelang. „Das ist für uns ein ganz bitterer Abend“, sagte Trainer Frank Schmitt: „Elbflorenz hat zwar besser als zuletzt gespielt. Mit so einer Leistung kann man aber gegen keinen Gegner aus der Dritten Liga bestehen.“

Immerhin: Auch wenn es an diesem Tag nicht zu laufen schien, steckten die Roten Teufel in der zweiten Spielhälfte nie auf.

SGL: Hübe, Gärtner – Schreiber (2), Muth, Bernhardt (2), Schwarz, Rolka (3), Stippel, Ruß (3), Cirac (4), Schmitt (1), Wagner (6), Mantek (1), Gerdon (1), Pauli (10/6). red

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