Lokalsport Mannheim

Handball Heddesheimer Rückkehrer blickt nach Edeka-Cup optimistisch in die kommende Oberliga-Saison

Lierz: „Die Qualität stimmt“

Archivartikel

Heddesheim.Lob von allen Seiten für den Ausrichter SG Heddesheim, großer Respekt für den Turniersieger SG Leutershausen und ein Fingerzeig für das Oberliga-Team der Gastgeber: Der Handball-Edeka-Cup erfüllte die Vorstellungen der Veranstalter voll und ganz. „Es lief richtig rund. Die Hitze war natürlich extrem, aber die Mannschaften haben sich davon kaum beeindrucken lassen“, sah Thomas Schmid von der Turnierleitung „einen extrem starken Edeka-Cup“.

Dass am Ende die SG Leutershausen mit einem 25:22-Erfolg gegen Hochdorf den Sieg mit an die Bergstraße nahm, kam zwar nicht überraschend, aber dass sich mit Hendrik Wagner ein Akteur beim Drittligisten in den Vordergrund spielte, der letztes Jahr noch in der Badenliga für Wiesloch auflief, war nicht zu erwarten. Dass unter anderem noch der bundesliga-erfahrene Niklas Ruß fehlte, unterstreicht die Klasse, die die SGL im Kader hat.

Angesichts der starken Konkurrenz war es indes nicht verwunderlich, dass die SG Heddesheim nur zu einem Erfolg kam: „Beim 21:15 am Sonntagvormittag gegen die HSG Worms haben wir wirklich gut gespielt und verdient gewonnen“, meinte SGH-Neuzugang Marlon Lierz. Der linke Rückraumspieler kam vom TV Friedrichsfeld zurück nach Heddesheim, nachdem er dort bereits in der A-Jugend-Bundesliga am Ball war. Nach einer Zwischenstation in Leutershausen – „damals war die Chancel, Zweite Liga zu spielen einfach extrem groß“ – und dem durchwachsenen Jahr in Friedrichsfeld, will er nun in der Oberliga durchstarten. „Mein Ziel ist es, möglichst viele Spielanteile zu bekommen und mich weiterzuentwickeln“, so der 20-Jährige.

Die Niederlagen beim Edeka-Cup gegen Haßloch (17:26), Leutershausen (22:34) und Oftersheim/Schwetzingen (22:32) wollte der in Schriesheim geborene und inzwischen in Mannheim in den Quadraten wohnende Lierz nicht überbewerten: „Wir waren spielerisch nicht so unterlegen, wie es die Ergebnisse aussagen. Aber wir haben einfach Fehler gemacht, die von den erfahrenen Gegnern eiskalt bestraft wurden. Zudem hat man schon gemerkt, dass wir die Körperlichkeit noch nicht gewohnt sind – das ist ein Riesenunterschied zur Badenliga.“ Die Integration verlief für den Rückkehrer, den die Arbeit mit Spielertrainer Martin Doll und die Oberliga besonders reizen, „absolut problemlos. Ich kenne ja die meisten Jungs schon lange, habe mit einigen hier in der Jugend gespielt. Ich wurde super aufgenommen – wie auch die anderen Neuzugänge. Das passt alles richtig gut und wir haben eine sehr ausgeglichene Mannschaft zusammen“, ist Lierz überzeugt, sieht aber genauso wie die Vereinsführung den Klassenerhalt als vorrangiges Ziel in der Oberliga an.

„Von der Mentalität mache ich mir keinerlei Sorgen und auch die Qualität stimmt. Wichtig wird sein, dass wir das auch auf die Platte bringen. Doch dafür ist Martin Doll genau der richtige Mann“, ist der Student der Dualen Hochschule in Mannheim vom Coaching angetan. „Und wenn es kritische Situationen gibt, dann ist er auf dem Feld immer noch klasse“, lobt er den Spielertrainer, der auch beim Edeka-Cup wieder Akzente zu setzen wusste.