Lokalsport Mannheim

Fußball-Kreisliga FC Germania-Trainer Dehoust hat noch viel vor

„Liga schreiben wir nicht ab“

Archivartikel

Mannheim.Anfang Dezember verabschiedete sich der FC Germania Friedrichsfeld desolat in die Winterpause. In den letzten sieben Spielen fuhr der einstige Aufstiegskandidat der Kreisliga keinen Sieg ein, rutschte ab ins Niemandsland der Tabelle. Vier Monate hatten die Germanen nun Zeit, wieder auf die Beine zu kommen. „Wir haben unsere Misere vor der Winterpause eher verdrängt, nach vorne schauen ist der bessere Ansatz“, hielt sich FC-Coach Matthias Dehoust nicht lange mit der Vergangenheit auf. „Wir haben eine gute Vorbereitung absolviert, haben ansprechende Leistungen in den Tests gezeigt. Dass wir es können, ist uns allen bewusst, wir müssen es jetzt nur endlich wieder zeigen.“

Eine Aufholjagd in Richtung Tabellenspitze kommt wohl zu spät. Satte 16 Punkte fehlen auf Ligaprimus Srbjia Mannheim. Auch die Abstiegszone ist in weiter Ferne: „Uns mangelt es aber nicht an Motivation, ganz im Gegenteil: Wir spielen Ende März im Kreispokal-Halbfinale, wollen unbedingt ins Finale einziehen. Das ist doch ein absolutes Highlight in einer Fußballkarriere, darauf liegt unser Fokus“, sagt der Trainer. „Die Liga schreiben wir aber natürlich nicht ab.“

Gleich zum Auftakt wartet am Sonntag die SpVgg Wallstadt. Die Blau-Weißen haben ihre Aufstiegsambitionen noch nicht begraben, es wartet eine echte Standortbestimmung für beide Teams. „Wir haben eine Menge gut zu machen. Im Hinspiel haben uns die Wallstädter vier Buden reingelegt, haben uns teilweise vorgeführt. Die kommende Partie soll einen anderen Verlauf nehmen.“ Für diese wichtige Aufgabe kann der Coach endlich wieder aus dem Vollen schöpfen – das komplette Team steht zur Verfügung, dazu kamen in der Winterpause zwei Neuzugänge und Glück bei der Personalie Masanneh Ceesay. Der Topstürmer wollte den FC eigentlich verlassen, seinem neuen Verein unterliefen allerdings formale Fehler beim Transfer – die Folge wäre ein halbes Jahr Sperre für Ceesay. Aktuell sieht es danach aus, als könne der FC nun doch bis zum Sommer mit dem Stürmer rechnen.

Seit Oktober 2015 steht Dehoust nun schon an der Seitenlinie der Germanen, konkrete Gedanken zur neuen Saison macht sich der Coach erst in den kommenden Monaten. „Ich habe viel Spaß an meinem Job hier und finde die Aufgabe bei Friedrichsfeld sehr reizvoll. Das Team steht vor einem großen Umbruch, mittelfristig wollen wir hier viele junge Leute integrieren. Da möchte ich gerne dabei sein“, erklärt er. bah